Chronik | Österreich
01.12.2017

Tirol: Bergläufer geriet wegen Neuschnee in Notlage

Der 30-Jährige geriet im Karwendelgebirge in eine alpine Notlage. Bergretter und der Notarzt mussten mit ihm eine Nacht am Berg biwakieren.

Ein Bergläufer ist am Donnerstag am Stanser Joch im Tiroler Karwendelgebirge auf rund 2.000 Metern Höhe in alpine Notlage geraten. Der Mann war trotz winterlicher Verhältnisse lediglich mit Turnschuhen bekleidet, teilte die Polizei mit. Die zu Hilfe geeilten Bergretter und der Notarzt mussten mit dem 30-Jährigen schließlich eine Nacht am Berg biwakieren, da ein Abstieg nicht mehr möglich war.

Der 30-jährige Einheimische war am Donnerstag gegen 13.00 Uhr zu einer Lauf- bzw. Wanderrunde aufgebrochen. Gegen 16.00 Uhr rief er, kurz vor Erreichen des Gipfels, seine Mutter an, weil er bei einer Neuschneehöhe von über einem Meter erschöpfungsbedingt nicht mehr weiter konnte. Die Mutter alarmierte daraufhin die Rettungskräfte.

Zeichen von Erfrierung

Die Bergrettung Schwaz rückte mit 16 Mitgliedern und drei Fahrzeugen aus. Gegen 22.00 Uhr erreichte schließlich ein Voraustrupp den 30-Jährigen. Dieser hatte laut Exekutive seine Schuhe ausgezogen und zeigte deutliche Zeichen von Erfrierungen, weshalb auch noch ein Bergrettungsnotarzt angefordert wurde. Aufgrund des schlechten Wetters war jedoch ein sofortiger Abtransport nicht mehr möglich.

Bergretter, Notarzt und Patient mussten deshalb die Nacht am Berg verbringen und biwakieren. Erst am Freitag gegen 7.00 Uhr konnten alle Beteiligten vom Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.