Chronik | Österreich
30.05.2017

Tirol: Täter sprang nach Messerattacke von Felswand in den Tod

Das Opfer wurde ins Krankenhaus geflogen, der Täter nahm sich das Leben. Polizei vermutet Beziehungstat.

Eine Messerattacke auf einen Mann hat Dienstagmittag in Ebbs im Tiroler Unterland (Bezirk Kufstein) eine Alarmfahndung der Polizei ausgelöst. Laut Medienberichten wurde ein Mann vor einem Wohnhaus von einem Unbekannten angegriffen und verletzt. Der Verletzte soll mit dem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus nach Bayern geflogen worden sein.

Der Täter flüchtete zunächst mit dem Auto, die Polizei leitete eine Alarmfahndung ein. Als er von einem Polizeihubschrauber gesichtet wurde, sprang er in vermutlich selbstmörderischer Absicht von einer Felswand - im Bereich der so genannten "Schanzer Wänden" oberhalb eines Schotterwerks - in den Tod, berichtete das Landeskriminalamt. Bei dem Mann handelte es sich um einen 41-jährigen Österreicher.

Das Landeskriminalamt geht bei der Messerattacke von einer Beziehungstat aus. Das Opfer, ein 69-jähriger Österreicher, habe offenbar ein Verhältnis mit der Frau des Täters gehabt, sagte LKA-Chef Walter Pupp der APA. Als der 41-Jährige dies bemerkte, sei die Situation eskaliert, und er habe das Opfer in dessen Wohnung niedergestochen.

Rettung, Notarzt und Polizei fuhren sofort zum Tatort und fanden den 69-Jährigen schwer verletzt vor. Der Mann wurde daraufhin in ein nahegelegenes bayerisches Krankenhaus geflogen. Er befindet sich nach wie vor in Lebensgefahr, so Pupp.