Chronik | Österreich
04.05.2017

15 Jahre Haft für Freier nach Attacke auf Prostituierte

Der Richter verfügte die Einweisung des Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Urteil nicht rechtskräftig.

Ein 50-Jähriger ist am Donnerstag am Landesgericht Innsbruck unter anderem wegen versuchten Mordes an einer Prostituierten zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem wurde er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Der Mann soll als Freier seinem Opfer ein Messer an den Hals gehalten, sie mit dem Umbringen bedroht und geschlagen haben. Das Urteil war nicht rechtskräftig.

Zu Prozessbeginn hatte sich der Angeklagte nicht schuldig bekannt. Ein Gutachten der Psychiaterin Adelheid Kastner hatte ihn trotz Persönlichkeitsstörung als voll zurechnungsfähig befunden. "Da zu befürchten ist, dass der Angeklagte ohne Behandlung weitere Taten mit schweren Folgen ausüben könnte, wird er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen", sagte Richter Günther Böhler bei der Urteilsverkündung und folgte damit Kastners Einschätzung. Für einen weiteren Vorfall aus dem Jahr 2013 wurde der Angeklagte zudem wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung verurteilt.