Chronik | Österreich
29.03.2017

Tempo 100 auf A2 bereits ab Herbst geplant

Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Südautobahn. Landesrat und Seen-Gemeinden drücken aufs Tempo

Das Vorhaben, auf der A2 zwischen Klagenfurt und Wernberg bei Villach eine Tempo-100-Beschränkung einzuführen, nimmt rasant Fahrt auf. Messungen laufen, Umweltlandesrat Rolf Holub (Grüne) will die Verordnung im Herbst dieses Jahres erlassen.

Stickoxide, Feinstaub und Lärm – an mehreren Stationen entlang der Südautobahn nördlich des Wörthersees werden derzeit die entsprechenden Daten ermittelt. Ergeben die Schadstofferhebungen konstant deutliche Überschreitungen, so will Holub die Tempobremse nach dem Immissionsgesetz Luft (IG-L) noch heuer umsetzen. „Ziel ist der Herbst. Aber wir werden sehen, vielleicht gewinnt das Verkehrsministerium das Rennen“, sagt er. Holub ist überzeugt, dass die Werte so hoch sein werden, dass der für einen „Lärm-100-er“ zuständige Bund ebenso viele Argumente hätte, um eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem 30 Kilometer langen Abschnitt einzuführen. Eine diesbezügliche Resolution sämtlicher See-Gemeinden an Minister Jörg Leichtfried (SPÖ) ist in Vorbereitung. „Der Lärm überträgt sich über das Wasser sogar bis an das Südufer“, meint der Schieflinger Bürgermeister Valentin Happe (ÖVP).

Keine Einigkeit

Die Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ gibt es keinen Grund für eine Temporeduktion. Es gäbe fünf Meter hohe Lärmschutzwände und Wörthersee-Gemeinden würden unter der A2 liegen, während der Schall nach oben gehe, heißt es. Markus Gansterer vom Verkehrsclub Österreich hingegen sieht ein „sehr, sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.“ Schadstoffe sowie Lärm würden bei Tempo 100 im Vergleich zu Tempo 130 um die Hälfte reduziert, außerdem würden Unfallrisiko und Spritverbrauch zurückgehen.