Peter Treichl vor seiner "rollenden" Werbung.

© Peter Treichl

Streit wegen Slogan
08/29/2014

Conchita Wurst fordert von Partnerbörse 20.000 Euro

Eine Partnerbörse wirbt mit: "Auf wen oder was Sie stehen, ist mir Wurst!" - zum Unmut der Song-Contest-Queen.

Mit den Worten "Auf wen oder was Sie stehen, ist mir Wurst!" und dem Bild einer sich rasierenden Dame wirbt der Salzburger Peter Treichl für seine Partnervermittlungsagentur für Homosexuelle. Das hat ihm vonseiten der Anwälte von Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst nun eine Schadenersatzforderung eingebracht.

Sollte Treichl die Werbung nicht einstellen, stellen die Anwälte von Wurst eine Klage in den Raum. Man hatte dem Unternehmer eine Schadensersatzforderung in Höhe von 20.000 Euro zugestellt, deren Frist gestern, Donnerstag, ablief.

Mittlerweile habe man vom Anwalt des Salzburger Unternehmers Peter Treichl ein Schreiben mit der Bitte einer Fristverlängerung um zwei Wochen erhalten. Ob man diesem Wunsch nachkomme, werde man mit den Mandanten klären, so Wurst-Anwalt Harald Karl. Sollte Treichl die Werbung jedenfalls nicht einstellen, werde man eine Klage auf Unterlassung und Schadensersatz einbringen: "Wir haben schließlich Herrn Treichl mehrfach aufgefordert, diese Aktivitäten zu unterlassen."

"Ausbeute"

Treichl hatte beklagt, man habe ihn in dem Anwaltsschreiben als "Trittbrettfahrer und Schmarotzer" bezeichnet. Diesen Vorwurf wies Karl zurück. Die gewählte Formulierung "Schmarotzerische Ausbeutung eines Bekanntheitsgrades" sei ein juristischer Fachterminus. Auch der Treichl-Aussage, er vermisse die von Wurst gepredigte Liebe und Toleranz, kann die Wurst-Seite wenig abgewinnen. "Man soll Toleranz nicht mit Ausbeutung verwechseln", erklärte Rene Berto, Manager der Sängerin.

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