Chronik | Österreich
15.08.2017

Streit um Millionen-Erbe: Pflegerinnen gehen leer aus

Laut Gericht war der Vorarlberger, der unter Demenz litt, nicht mehr testierfähig.

In einem jahrelangen Rechtsstreit um ein Millionen-Erbe hat das Bezirksgericht Feldkirch nun ein Urteil gesprochen. Es geht um das Vermögen eines reichen Vorarlbergers. 2011 hatten zwei Frauen die Pflege des alleinstehenden und schwer kranken Mannes übernommen. Wenige Wochen später standen sie bereits als Alleinerbinnen im Testament.

Wie der ORF Vorarlberg berichtet, wurde dieses Testament nun vom Bezirksgericht Feldkirch nicht anerkannt. Damit gehen die beiden Pflegerinnen leer aus. Das Erbe geht an eine Verwandte des 2014 Verstorbenen. Laut Gericht war der Vorarlberger, der unter Demenz litt, nicht mehr testierfähig. Das war eigentlich bereits 2008 bescheinigt worden. Doch die Pflegerinnen hatten argumentiert, dass sich der Zustand des Mannes wieder gebessert habe.

Das Vermögen des Vorarlbergers war bereits vor dessen Tod beträchtlich geschrumpft. Laut ORF hatten die Pflegerinnen eine ihnen bekannte Sachwalterin für den Mann vorgeschlagen. Sie soll für ihre Leistungen 270.000 Euro in Rechnung gestellt haben. Das Urteil des Gerichts ist nicht rechtskräftig. Der Anwalt der Pflegerinnen hat Rekurs eingebracht.