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Steiermark
03/10/2017

Verdächtiger von Polizisten angeschossen und schwer verletzt

Der amtsbekannte Mann hatte auf offener Straße mit einer Waffe hantiert, die er auf die eintreffenden Polizisten richtete.

Zweimal ist am Donnerstag ein Verdächtiger in der Obersteiermark von einem Polizisten angeschossen und schwer verletzt worden. Anrainer hatten bemerkt, dass der Mann auf offener Straße mit einer Waffe hantierte. Als ihn die Beamten stellten, richtete er sie auf die Polizisten. Ein Warnschuss der Beamten wirkte nicht, weshalb der Verdächtige "angriffsunfähig gemacht" wurde.

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Freitag mitteilte, waren die Einsatzkräfte gegen 17.20 Uhr von einem Bewohner von St. Peter-Freienstein (Bezirk Leoben) gerufen worden. Er gab an, dass er einen Mann mit Schusswaffe im Ortsgebiet beobachtet hat. Kurz darauf traf eine Streife ein und fand den amtsbekannten 59-Jährigen. In der rechten Hand hielt er die Pistole. "Von dem Mann war bekannt, dass er bereits mehrfach andere Personen mit dem Umbringen bedroht hatte und dass gegen ihn ein aufrechtes Waffenverbot bestand", erklärte die Pressestelle der Polizei.

Der Verdächtige soll die Waffe beim Eintreffen der Streife zunächst über dem Kopf gehalten haben. Er sei aufgefordert worden, die Pistole fallen zu lassen. Doch der 59-Jährige weigerte sich, ging einige Schritte auf die Polizisten zu und brachte seine Waffe in Schussstellung. Ein Uniformierter gab einen Warnschuss ab. Als der Mann immer noch nicht aufgab, schoss der Beamte drei Mal in Richtung des Verdächtigen und traf ihn zwei Mal: einmal an der rechten Hand und einmal an der Hüfte.

Danach wurde er festgenommen und ins LKH Graz gebracht. Seine Verletzungen sind zwar schwer, aber nicht lebensbedrohlich, hieß es am Freitag. Die Waffe des Verdächtigen hatte Kaliber 45 und im Laderaum befand sich eine Patrone.

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