Unbekannte schossen auf Gasthaus

Wildon: Zwei Projektile wurden bei einem Fenster gefunden, es gibt keine Verletzten

„Zuerst hab’ ich mir gedacht, da hat jemand einen Stein geworfen“, erinnert sich Dusan Verovnik, als er den Sprung in der Fensterscheibe sah. Aber schuld war kein Stein, sondern ein Projektil aus einem Gewehr. „Ich hab’ das Einschussloch in der Scheibe gesehen und die Polizei angerufen. Das ist kein Spaß mehr.“

Seit Sonntagnachmittag ermittelt die Polizei in dem Fall: Auf den Landgasthof Spitzwirt in Wildon im Bezirk Leibnitz wurde gleich zwei Mal geschossen. Ein Projektil durchschlug die Scheibe und blieb in einem dicken Vorhang stecken, das zweite zwischen der Doppelverglasung der Fenster.

Verletzt wurde zum Glück niemand: Das Lokal sperrt Sonntags erst um 17 Uhr auf, es waren weder die Wirte noch Angestellte in der Nähe. Entdeckt wurden die Einschusslöcher von den Wirten, als sie das Gasthaus Sonntagnachmittag aufsperren wollten.

Hinweise auf den oder die Täter gibt es aber noch keine. Auch Verovnik kann sich nicht vorstellen, wer hinter dem Vorfall stecken könnte. „Feinde hab’ ich sicher keine. Wir haben das Lokal aber erst vor acht Monaten übernommen, da kann vielleicht der Neid schon groß sein.“ Vor der Übernahme und Wiedereröffnung durch Christine und Dusan Verovnik war das Gasthaus einige Zeit lang geschlossen. „Es ist schwierig zu sagen, wer geschossen haben könnte“, überlegt Dusan Verovnik. „Manchmal muss man ja einfach sagen, dass da draußen auch Idioten herum rennen.“

Die Polizeiinspektion Wildon hofft nun auf Hinweise möglicher Zeugen ( 059 133 6176). Die Schüsse dürften aber gezielt abgefeuert worden sein: Um Querschläger könne es sich aufgrund der Lage des Gasthauses direkt an einer Bundesstraße in Wildon nicht gehandelt haben.

( Kurier ) Erstellt am 04.03.2013