Steiermark: "Teufel" fing nach Perchtenlauf Feuer

Bei einem Perchtenlauf (Symbolbild) wurde ein "Feuerspucker" verletzt © Bild: KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Mann wurde bei Brauchtums-Veranstaltung schwer verletzt. Die Ursache ist noch nicht geklärt.

"Er ist schon wieder auf dem Weg der Besserung", versichert Peter Feierl. Doch auch der Obmann der "Gmoa Teifl Zirbenland" hat noch keine Erklärung, wie sich sein Kollege derart verletzten konnte: Das Kostüm des 30-Jährigen fing am Ende eines Perchtenlaufes Samstagabend in Obdach, Bezirk Murtal, Feuer.

Laut Einsatzkräften dürften bis zu 20 Prozent der Haut des Steirers betroffen sein, er erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Der Obersteirer wurde im LKH Judenburg versorgt, dann aber weiter zu Spezialisten der plastischen Chirurgie in Graz gebracht. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem brenzligen Zwischenfall kommen konnte: "Es sind alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden", betont "Teifl"-Obmann Feierl. "Niemand weiß bis jetzt, was da passiert ist."

Feuer gespuckt

Sein Kollege ist seit zehn Jahren mit der Brauchtumgruppe als "Feuerspucker" unterwegs. So auch bei dem Perchtenlauf in Obdach, bei dem die "Gmoa Teifl Zirbenland" eingeladen waren. Rund um 20 Uhr endete die Veranstaltung, der Auftritt der Gruppe war bereits vorbei, die Formation begann sich aufzulösen. Der 30-Jährige dürfte aber noch seine Fackel gehalten haben, als plötzlich brennbare Flüssigkeit auf sein Kostüm geriet und es in Brand setzte.

In der Nähe waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die prompt reagierten: Sie erstickten die Flammen binnen kürzester Zeit, doch die wenigen Minuten reichten für schwere Verbrennungen am Oberkörper. Der "Feuerspucker" wurde zunächst von einem bei der Veranstaltung anwesenden Notarzt versorgt, der ihn jedoch in das Spital einliefern ließ. Die Polizei wurde erst einen Tag nach dem Zwischenfall informiert.

( kurier.at ) Erstellt am 28.11.2016