Chronik | Österreich
14.10.2017

Pensionist mit Rollator in Bahnübergang hängengeblieben und vor Zug gerettet

Ein 25-Jähriger rettete durch sein Eingreifen den Mann vor dem herannahenden Zug, der zu diesem Zeitpunkt schon mit geringer Geschwindigkeit unterwegs war.

Ein 25-jähriger Weststeirer hat am Freitag einen Pensionisten, der mit seinem Rollator in den Schienen eines Bahnübergangs stecken geblieben war, vor einem heranfahrenden Zug gerettet. Der betagte Mann konnte sich nach dem Sturz nicht mehr selbst von den Gleisen retten und auch seine Frau schaffte es nicht, ihm zu helfen. Der 25-jährige Helfer hörte die Hilfeschreie und zog den Mann zur Seite.

Wie die Kleine Zeitung in ihrer Samstagsausgabe berichtete, waren der gehbehinderte Pensionist und seine Frau mit dem Hund in Krems bei Voitsberg spazieren. Sie wollten gegen 15.30 Uhr einen unbeschrankten Bahnübergang überqueren. Doch der Rollator des Mannes blieb in den Schienen hängen. Das Paar rief um Hilfe. Der 25-jährige Steirer arbeitete nebenan und hörte das. Er lief zum Bahnübergang und zog den Pensionist von den Gleisen. In dem Moment näherte sich ein Zug, der unmittelbar nach dem Bahnübergang in eine Haltestelle einfahren wollte. Der Lokführer der Graz-Köflacher-Bahn (GKB) sah den Pensionist und hielt den Triebwagen an, der kurz vor der Haltestelle nur noch wenige km/h schnell.

Erst Ende September war ein 78 Jahre alter Mann samt Rollator am Bahnhof in Gratwein nördlich von Graz vom Bahnsteig auf die Gleise gestürzt. Ein 15-Jähriger und ein weiterer Passant hatten ihn vor einem herannahenden Güterzug gerettet.