Chronik | Österreich
29.01.2015

Stadttheater Klagenfurt zahlt Förderung zurück

1,3 Millionen wurden in der Spielsaison 2013/2014 eingespart.

In Zeiten, in denen einige Kultureinrichtungen Schwierigkeiten mit dem Budget haben, überrascht das Klagenfurter Stadttheater mit einer eher ungewöhnlichen Aktion: Die Institution hat in der Spielsaison 2013/14 nicht die gesamte Fördersumme von 16,6 Millionen verbraucht, sondern sogar 1,3 Millionen eingespart. Rund die Hälfte des Geldes wird an Land und Stadt zurückgezahlt, der Rest fließt in Sanierungsarbeiten. Eine Budgetkürzung ist nun nicht geplant, hieß es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Christian Benger (ÖVP).

Gespart hat das Stadttheater in der abgelaufenen Saison bei Materialaufwand, Energiekosten, Drucksorten, Beratungskosten und Gästehonoraren sowie Nächtigungskosten. Außerdem wurde eine Nulllohnrunde eingehalten, mit Versicherungen gab es neue Abschlüsse. Mit den Veranstaltungen an anderen Spielstätten zählte man rund 102.000 Besucher bei insgesamt 206 Vorstellungen.

Iris Dönicke, die kaufmännische Direktorin, will die Hälfte der eingesparten Summe in die Instandhaltung investieren. Etwa sollen Parkettboden und Bestuhlung im Zuschauerraum erneuert werden, auch in Ton- und Lichttechnik werde Geld fließen. Laut Intendant Florian Scholz versprechen die Zahlen für die laufende Saison eine Erholung von der zuletzt schwächelnden Auslastung. "Die Kurve zeigt nach oben, das Publikum tendiert stärker zum Stadttheater", sagte er. Derzeit liege man bei 83 Prozent – nach 74 Prozent in der Vorsaison. Geschuldet sei dies unter anderem dem "überwältigenden Erfolg" der ausverkauften "Zauberflöte". Auch Märchen ("Räuber Hotzenplotz", "Wilde Schwäne"), würden gut ankommen und das "Weiße Rössl" sei sehr gut angelaufen.