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Chronik Österreich
10/22/2014

Sommerzeit endet: Uhren zurückstellen!

Die Umstellung in der Nacht auf Sonntag bringt uns eine Stunde zusätzlichen Schlaf ein.

Vor allem Morgenmuffel werden an diesem Sonntag (26. Oktober) die zusätzlichen 60 Minuten zu schätzen wissen. In dieser Nacht wird nämlich an der Uhr gedreht, um wieder von Sommer-auf Normal- bzw. Winterzeit zu wechseln.

Ab Sonntag gehen in ganz Europa die Uhren wieder anders. Die Sommerzeit begibt sich in den "Winterschlaf". Dabei werden die Uhren um eine Stunde - von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr - zurückgestellt. Auch an der vermutlich ältesten noch in Betrieb befindlichen Turmuhr Österreichs - jener im Linzer Landhaus - muss an den Rädern gedreht werden.

Viele Menschen können sich das Zurückdrehen per Hand jedoch ersparen: Ihre Armbanduhren und Wecker empfangen ein Funksignal zur Umstellung automatisch um Punkt 3.00 Uhr der "alten" Zeit - genauso wie die Uhren an Bahnhöfen und Flughäfen. Das Ursprungssignal kommt von den Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig und wird über einen Langwellensender weitergeleitet.

In der gesamten EU wird am letzten März-Sonntag an der Uhr gedreht - und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück. Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Schanigarten-Regel

Wer sich übrigens jedes Jahr aufs Neue fragt, ob die Uhr nun um eine Stunde vor- oder zurück gestellt wird, dem sei die " Schanigarten-Regel" ans Herz gelegt: Im Frühjahr stellen Lokale ihre Gartenmöbel vor das Cafe – und auch wir stellen die Uhr um eine Stunde vor. Ende Oktober sind die Temperaturen bisweilen schon recht frisch, die Gartenmöbel werden zurück ins Lager geholt –die Uhren werden ebenfalls um eine Stunde zurückgestellt.

Mehrheit für Sommerzeit

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter - auf Dauer erfolgloser - Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen. Heute hat sich eine überwältigende Mehrheit trotz aller Kritik mit der Einführung abgefunden: Nicht einmal ein Fünftel der Österreicher hat etwas gegen die Sommerzeit.

Für die Elektrotechniker ist die Umstellung eine willkommene Gelegenheit, auf die Wichtigkeit des FI-Schutzschalters hinzuweisen und dessen Überprüfung zu propagieren. Ist dieser defekt, bestünde in den betroffenen Haushalten latente Brand- und Lebensgefahr.

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