Chronik | Österreich
01.03.2018

Signal übersehen: Gegenzug konnte rechtzeitig stoppen

In Villach konnte ein Zugsunglück wie zuletzt in Niklasdorf und Kritzendorf verhindert werden.

Seit zwölf Tagen gibt es die neue Dienstanweisung der ÖBB, wonach Triebfahrzeugführer alle Signale während der Fahrt ansagen, also quasi "Selbstgespräche" führen müssen. Seither ist es laut Insidern dennoch bereits zu zwei weiteren Signalüberfahrungen gekommen. Mittwochfrüh wurde bei einer Verschubfahrt beim Bahnhof Villach-West (Höhe Tiroler Straße) ein "Stopp" missachtet.

Die "Talent"-Garnitur überfuhr eine Weiche, beschädigte diese offenbar und geriet damit auf die "Fahrstraße" eines anderen Zuges, der aber noch rechtzeitig vor einem Zusammenprall stehen bleiben konnte – weil sein Signal auf "Stopp" sprang. Die ÖBB stuften den Vorfall dennoch als "nicht gravierend" ein. Cityjet war diesmal allerdings keiner betroffen.

ÖBB reagierten bereits

Die ÖBB versuchen derzeit mit verschiedensten Maßnahmen dem Problem unachtsame Lokführer entgegen zu wirken. Die Triebfahrzeugführer schreiben hingegen derzeit serienweise Mails an den KURIER und beschweren sich, dass sie immer mehr Tätigkeiten übernehmen müssen – etwa das Stellen von Weichen und das Updaten von Dienst-iPads am Führerstand.