Der 60-jährige Tiroler (re.) gilt als Tatverdächtiger in einem Mordfall.

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Chronik | Österreich
01/23/2015

Sieben Jahre alter Mordfall kurz vor der Klärung

60-jähriger Einheimischer im Visier der Ermittler

Ein Mord in Innsbruck aus dem Jahre 2007 steht offenbar kurz vor der Klärung. Die 68-Jährige Ingrid Sutter war damals mit einem Polster erstickt worden. Als tatverdächtig gilt ein 60-jähriger Einheimischer, der sich wegen eines gemeinsam mit seinen beiden Söhnen verübten Überfalls auf einen Geldtransporter in Haft befindet. Der 60-Jährige war im November des Vorjahres wegen des Überfalls nicht rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Jahrelang lebte der 60-jährige Tiroler völlig unauffällig, hatte nicht einmal einen Strafzettel. Erst als er im Mai 2014 mit seinen Söhnen einen Geldtransporter überfiel, wurden seine Fingerabdrücke in die Polizei-Datenbank aufgenommen. Treffer: Die Fingerabdrücke passen zu jenen, die 2007 in der Wohnung der ermordeten Innsbruckerin sichergestellt wurden.

Die 68-jährige Pensionistin war am 30. Juni 2007 von Angehörigen in ihrer Wohnung in der Andechsstraße im Stadtteil Reichenau tot aufgefunden worden. Erst bei der Obduktion stellte sich heraus, dass die Frau eines gewaltsamen Todes gestorben war. Stutte war mit einem Polster erstickt worden.

Der inhaftierte 60-Jährige zeigt sich laut Polizei jedoch nicht kooperativ, weshalb über Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck zum Zwecke der Aufklärung von Straftaten das Lichtbild des Tatverdächtigen veröffentlicht wurde.

Einer Polizeistreife war im Jänner 2014 im Stadtteil ‚Pradl‘ ein zuvor in Innsbruck gestohlener Pkw aufgefallen, an dem zwei bereits im Jahre 2009 ebenfalls in Innsbruck gestohlene deutsche Kennzeichen angebracht waren, die nach durchgeführter Spurensicherung später bei der Aufklärung des Mordes an der Frau erhebliche Bedeutung erlangen sollten. Die gestohlenen und im Jänner 2014 am (von der Polizei entdeckten) Pkw angebrachten Originalkennzeichen I-3444AD fehlen seither.

Zudem wird die Abbildung eines Schuhes jener Marke und Type veröffentlicht, wie er vermutlich von einem der beiden Spurenverursacher während der Tatausführung getragen worden sein könnte.

Für das Landeskriminalamt ergeben sich folgende Fragen an die Öffentlichkeit:

  1. Wo hat sich der abgebildete Mann zwischen Ende 2006 und Mai 2014 aufgehalten?
  2. Kann jemand Angaben dazu machen, mit wem er unterwegs war?
  3. Kann jemand Angaben zu den Schuhen machen? (Bezug zum Tatort)
  4. Kann jemand Angaben zu den Kennzeichen machen?

Hinweise erbeten an das LKATirol unter Tel. 059133-70-3001