Chronik | Österreich
12.12.2017

Schussattentat in Ungarn: Verletzter Salzburger wieder in Österreich

Der 39-Jähriger wurde am Wochenende in seine Heimat gebracht. Der mutmaßliche Täter befindet sich weiterhin in Auslieferungshaft.

Nach dem Schussattentat in der Vorwoche auf zwei Salzburger in Ungarn, bei dem ein 56-Jähriger getötet und ein 39-Jähriger schwer verletzt worden war, ist der Schwerverletzte am vergangenen Freitag in seine Heimat nach Salzburg gebracht worden. Der mutmaßliche Täter, ein 52-jähriger Deutscher, der in Oberösterreich festgenommen wurde, befindet sich weiterhin in Auslieferungshaft.

Zu der Bluttat war es am 5. Dezember bei der Raststätte Csengele an der Südautobahn (M5) in Ungarn gekommen. Der 52-jährige Verdächtige soll Schüsse auf die beiden Salzburger abgegeben haben, die auf ihrer Fahrt nach Bulgarien eine Pause eingelegt hatten. Der Täter tauchte an der Fahrertür auf und feuerte mehrmals durch die Seitenscheibe ins Wageninnere.

Der Ältere der beiden wurde getötet, der Jüngere konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Die in Ungarn verletzte Person sei zwischenzeitlich zwecks weiterer Behandlung nach Österreich gebracht worden, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Thomas Schnöll, heute, Dienstag, auf Anfrage der APA.

Der verdächtige Deutsche wurde am 6. Dezember in Bad Ischl festgenommen. Bei einer Befragung soll er gestanden haben, Schüsse auf den 56-Jährigen abgegeben zu haben. Das Motiv dürften nicht näher genannte private Streitigkeiten gewesen sein.