Chronik | Österreich
29.11.2017

Schüler versprühte Pfefferspray: Zwei Verletzte

16 Jugendliche kamen mit dem Reizgas in Kontakt. Die Klasse an einer Mittelschule in Villach musste evakuiert werden.

Ein 15 Jahre alter Schüler hat am Mittwoch in einer Klasse an einer Neuen Mittelschule in Villach Pfefferspray versprüht. Laut Polizei musste die Klasse daraufhin evakuiert werden. Insgesamt 16 Jugendliche kamen mit dem Reizgas in Kontakt. Ein Notarzt und Rettungssanitäter versorgten die Schüler an Ort und Stelle.

Zwei Schülerinnen wurden verletzt und von der Rettung ins Krankenhaus Villach eingeliefert. Die Hintergründe zu dem Vorfall waren zunächst unklar. Der 15-Jährige, der den Spray versprüht hatte, wurde am Vormittag im Beisein seines Vaters von der Polizei befragt. "Laut den ersten Erhebungen dürfte der Bursche einfach keine Lust mehr auf die Schule gehabt haben", sagte Stadtpolizeikommandant Erich Londer zur APA.

Die Ermittlungen der Polizei laufen nun wegen Besitzes des Pfeffersprays und wegen Körperverletzung, erklärte Londer. Denn laut Gesetz dürfte der 15-Jährigen den Pfefferspray gar nicht gehabt haben. Der Besitz ist nämlich erst ab 18 Jahren legal, ein Einsatz nur zur Verteidigung.