Der Bub sprang aus dem zweiten Stock des BRG Bruck

© /Rotes Kreuz Bruck

Steiermark
05/30/2016

Schüler stürzte sich aus Fenster und starb

Verzweiflungstat ereignete sich vor Schularbeit. Gymnasiumsdirektor: "Schüler hatte nie Probleme".

von Thomas Martinz

Schock und Betroffenheit herrschten am Montag unter der Schülern und Lehrern am Gymnasium Bruck an der Mur. Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes und des steirischen Landesschulrates kümmerten sich um die Anwesenden, denn das Drama hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen: Ein Zwölfjähriger war aus bislang ungeklärter Ursache aus einem Fenster des zweites Stocks gesprungen und ist wenig später im Landeskrankenhaus Graz seinen schweren Verletzungen erlegen.

Ob Depressionen, Mobbing, Schulangst oder Querelen im privaten Bereich zur Verzweiflungstat führten, ist vorerst unklar. "Der Bub war unauffällig, hatte nie Probleme", sagt Anton Wieser, der provisorische Direktor des Gymnasiums.

Montagfrüh gab der zwölfjährige Schüler der zweiten Klasse laut Auskunft der Polizei kurz vor einer Schularbeit an, die Toilette aufsuchen zu wollen. Doch nur wenige Minuten später stürzte er sich aus einem Fenster im zweiten Stock des Schulgebäudes. "Die Spurenlage ist deutlich. Wir gehen von einem Suizid aus, es gibt keinerlei Anzeigen für ein Fremdverschulden", teilt Fritz Grundnig, Pressesprecher der Landespolizeidirektion Steiermark, mit.

Direktor Wieser fand den Buben am Asphaltboden des Innenhofs. "Er hat aus der Nase geblutet", berichtet der Schulleiter. Die anwesende Schulärztin leistete Erste Hilfe, gleichzeitig wurde das Notarztteam des Roten Kreuzes angefordert. "Der Schüler wurde aufgrund des Sturzes so schwer verletzt, dass dieser noch am Unfallort in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden musste", hieß es von der Rettungsorganisation. Laut Angaben der Polizeiinspektion Bruck an der Mur verstarb der Bub zu Mittag im LKH Graz.

Hotlines für Schüler

Weil gerade gegen Ende des Schuljahres immer wieder Jugendliche unter Druck geraten und im Suizid den letzten Ausweg sehen, hat der steirische Landesschulrat am Montag auf die Hotline für Krisenintervention verwiesen, die unter 0664/8034555665 erreichbar ist. Der Notruf für Kinder und Jugendliche unter dem Titel "Rat auf Draht" kann unter der Kurzwahl 147 aus ganz Österreich kontaktiert werden; die Hotline "WEIL" für selbstmordgefährdete Jugendliche ist unter 0664/3586786 erreichbar.

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