Chronik | Österreich
26.02.2018

Schnellbusse und weniger Parkmöglichkeiten

Wissenschafter entwickelte in Eigenregie Ideen, wie sich das Verkehrsproblem in Graz lösen ließe.

Christian Kozina hat "18 Innovationen" ausgetüftelt, um die Verkehrssituation in Graz zu verbessern. "Das waren 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit", betont der Umweltsystemwissenschafter, der keinen Auftraggeber für seine Studie hatte.

Er wolle Politikern und Verkehrsplanern Anregungen mitgeben: "In Graz wird viel Problembewältigung betrieben", bedauert Kozina. "Aber man sollte sich das ganze System anschauen." Seine Ideen zielten darauf ab, öffentlichen Verkehr, Gehen und Radfahren so attraktiv zu machen, dass der Pkw uninteressant erscheine.

Dazu zählen etwa Schnellbusse oder die Einbindung der steirischen S-Bahn in das Grazer System, aber auch die radikale Reduktion von Parkflächen. Stellplätze in der Stadt sollten nur für Anrainer, Gehbehinderte oder Ladetätigkeit zur Verfügung stehen. "Wenn man keine aktive Verkehrspolitik betreibt, werden die Menschen immer das eigene Auto bevorzugen", ist Kozina überzeugt.