Peter Schatzl (li.) organisierte mit Markus Keuschnig und Bernd Niedermoser das Lawinenkolloquium der Universität Salzburg

© Lawinenkolloquium

Himalaya
05/03/2016

Salzburger in Nepal tödlich verunglückt

42-jähriger Alpinist stürzte im Himalaya in Gletscherspalte. Leiche geborgen.

Der Salzburger Bergführer Peter Schatzl ist am vergangenen Donnerstag in Nepal tödlich verunglückt. Der Alpinist sei bei einer Erkundungstour im Himalaya auf rund 6.000 Meter Seehöhe am Weg zum Passübergang West Col zwischen Mount Everest und Makalu in eine Gletscherspalte gestürzt, bestätigte der Geschäftsführer von Hauser Exkursionen, Manfred Häupl, am Dienstag diverse Medienberichte.

Der 42-Jährige sei mit einem einheimischen Bergführer und einer Begleitmannschaft unterwegs gewesen, erklärte Häupl. "Die genauen Umstände des Unfalls sind uns noch nicht bekannt. Wir warten noch auf einen Unfallbericht von unserer Partneragentur, die die Bergung geleitet hat."

Der Verunglückte sei inzwischen geborgen worden, "er wurde nach Kathmandu gebracht", sagte der Geschäftsführer des Reiseveranstalters mit Sitz in München. Er zeigte sich betroffen über den Tod des Salzburgers. Schatzl hätte am 5. Mai für das Unternehmen eine geführte Tour im Himalaya übernehmen sollen. Zum Zeitpunkt des Unfalls habe er keine Kunden geführt, sagte Häupl. Der Salzburger Geograf war staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und auch einer der Organisatoren des Lawinenkolloquiums der Universität Salzburg.

Unweit des Mera Peak verunglückt

Der Unfall geschah am Donnerstag, 28. April 2016. Die Todesnachricht kam nun erst mit einigen Tagen Verspätung über die Hauptstadt Kathmandu nach Europa, weil sich die Unfallstelle in einer noch immer abgelegenen und strukturschwachen Region Nepals befindet, die nur in mehreren Tagesmärschen erreichbar ist. Schatzl soll sich laut ORF mit einem befreundeten Einheimischen vom kleinen Bergvolk der Sherpas auf einer Erkundungstour unweit des 6.462 Meter hohen Mera Peak befunden haben - einem bei Europäern und Amerikanern beliebten Berg südlich des Mount Everest. Die beiden wollten beim sehr hochgelegenen Pass Mingbo La einen Zustiegsweg erkunden. Der Salzburger dürfte dabei auf dem Nare Gletscher verunglückt sein. Die näheren Umstände und die genaue Ursache des Unfalles sind noch nicht bekannt.

Das österreichische Außenministerium werde den Reiseveranstalter und die Familie des Bergführers bei der Abwicklung der behördlichen Formalitäten und der Überführung der sterblichen Überreste unterstützen, erklärte Ministeriumssprecher Thomas Schnöll am Dienstag. Man sei am Samstag von dem Unglück durch den Reiseveranstalter informiert worden.

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