Chronik | Österreich
13.03.2013

Goldhändler schüchterte junge Räuber ein

16- und 17-Jähriger waren mit Zug aus Oberösterreich angereist, um Geschäftsmann zu überfallen.

In Salzburg hat ein Goldhändler einen auf ihn geplanten Raub vereitelt. Wie die Polizei am Mittwoch in einer Aussendung berichtete, konnten zwei Jugendliche aus dem Bezirk Wels ( Oberösterreich) ausgeforscht werden, die den 42-jährigen Geschäftsmann bereits Mitte Februar überfallen wollten.

Dazu hatten sich die Burschen im Alter von 16 und 17 Jahren im Vorfeld verbotene Waffen wie Schlagring und Totschläger und drei Elektroschockgeräte besorgt. Zudem täuschten sie dem Goldhändler in Salzburg vor, sich im Besitz von wertvollem Brillantschmuck und Goldbarren zu befinden. Sie gaben an, die Wertsachen verkaufen zu wollen, und veranlassten so, dass zum vorgesehenen Treffen ein großer Bargeldbetrag im Geschäftslokal vorrätig war.

Burschen eingeschüchtert

Am Vormittag des 16. Februar fuhren die beiden mit dem Zug nach Salzburg und avisierten dem Goldhändler ihr Kommen kurzfristig per SMS. Als die beiden Jugendlichen gegen 10.15 Uhr beim Geschäft eintrafen, brachte der Geschäftsmann gerade eine Kundschaft zur Ausgangstür. Obwohl die Burschen noch nicht maskiert waren und auch ihre Waffen noch nicht gezogen hatten, erkannte der Goldhändler den Ernst der Lage. Er schüchterte die Burschen ein, sodass beide die Flucht ergriffen.

Die Polizei konnte die zwei Jugendlichen später ausforschen, bei einer Hausdurchsuchung wurden auch die illegalen Waffen sichergestellt. Die beiden Burschen zeigten sich laut Polizei geständig, sie wurden bei der Staatsanwaltschaft Wels wegen versuchtem schweren Raub angezeigt.