Chronik | Österreich
13.03.2014

Betrügerin entlockte Pensionistin 40.000 Euro

Amtsbekannte 25-Jährige erschlich sich mit Mitleidstour Freundschaft des Opfers.

Eine mutmaßliche Trickbetrügerin hat einer 82-jährigen Salzburgerin aus dem Pinzgau seit vergangenem Juli rund 40.000 Euro entlockt. Die 25-jährige Frau wurde gestern, Mittwoch, festgenommen. Sie soll mit Lügengeschichten über vermeintliche Krankheiten das Mitgefühl der Pensionistin erweckt haben. Es kam zu insgesamt acht Geldübergaben.

Freundschaft erschlichen

Die Verdächtige stammt laut Polizei aus Bosnien und kannte das Opfer schon seit einigen Jahren. Mehrmals läutete sie an die Wohnungstüre der betagten Frau und bot ihr Tischtücher zum Verkauf an. Im Laufe der Zeit soll sie sich die Freundschaft der 82-Jährigen erschlichen haben. Die 25-Jährige erzählte, dass sie und ihre Tochter an Leukämie erkrankt seien und Geld für Therapien bräuchten. Die Pinzgauerin willigte ein.

Für die insgesamt acht Geldübergaben reiste die Bosnierin eigens aus Kroatien an. Mindestens einmal soll sie von ihrem 33-jährigen Bruder von Zagreb in den Pinzgau chauffiert worden sein. Gegen den Mann wird jetzt wegen Beitragstäterschaft zum gewerbsmäßigen Betrug ermittelt.

Sechs andere Identitäten

Die Bosnierin ist bereits amtsbekannt. Sie saß zuletzt von Juli bis November 2013 wegen gewerbsmäßigen Betruges in einem österreichischen Gefängnis. Schon einen Monat nach ihrer Haftentlassung soll sie ihre Betrugstour fortgesetzt haben. Durch Heirat und behördliche Namensänderungen in Kroatien und Bosnien hat sich die Frau laut Polizei sechs andere Identitäten verschafft. Ihr Bruder hat offenbar zweimal seinen Namen geändert. Die Beschuldigte sitzt nun in der Justizanstalt Salzburg hinter Gittern.