Kind durch Silvesterrakete verletzt

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Foto: Reinhard Vogel Der Bub wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen (Symbolbild)

Ein Zehnjähriger hatte in Hallein mit einer Kugelrakete hantiert. Sie explodierte und verletzte ihn schwer.

Bei der Explosion einer Silvesterrakete ist am Sonntagnachmittag in Hallein ein zehnjähriger Bub schwer verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, hatten gegen 14.30 Uhr mehrere Kinder auf einer Wiese vor einer Wohnsiedlung gespielt. Dabei hantierte der Schüler mit einer Kugelrakete, die er angeblich schon zu einem früheren Zeitpunkt gefunden hatte.

Der Bub entfernte dabei den Holzstab und zündete dann die Zündschnur mit einem Feuerzeug an. "Noch bevor er die Rakete wegwerfen konnte, ist sie aber in seinen Händen explodiert", so Irene Stauffer von der Pressesteller der Polizei. Der Bub erlitt schwere Verletzungen an den Händen und im Gesicht, er wurde vom Rettungshubschrauber in die Kinderchirurgie des Landeskrankenhauses geflogen.

Auge verletzt

"Er hat Brandverletzungen im Gesicht und an den Händen erlitten, die unter Anästhesie versorgt wurden", so Kliniksprecherin Mick Weinberger. Das Kind befand sich am späten Nachmittag noch unter Narkose. "Die Ärzte haben dem Buben auch einen Fremdkörper aus dem Auge entfernen müssen", so Weinberger. Derzeit könne noch nicht abgeschätzt werden, ob die Sehkraft des Zehnjährigen durch den Unfall beeinträchtigt werde.

Auch ein Teil der Rakete, der sich unter die Haut des Buben gebohrt hatte, musste entfernt werden. "Jetzt müssen die Ärzte einmal abwarten, wie sich die Wundheilung entwickelt. Ob eine Haustransplantation in Erwägung gezogen werden muss, wird erst in einigen Tagen feststehen."Der sechsjährige Bruder des Verunfallten erlitt bei dem Vorfall leicht Verletzungen, die anderen Kinder wurden nicht verletzt.

Glimmbrand in Kaprun

Ein Feuerwerkskörper hat Sonntag früh auch die Feuerwehr in Kaprun (Pinzgau) auf Trab gehalten. Eine in der Nacht abgeschossene Silvesterrakete dürfte durch einen Lüftungsschlitz in das gefüllte Silo gelangt sein. Glühende Teile führten zu einem Glimmbrand, der erst einige Stunden später gegen 7.15 Uhr in ein offenes Feuer ausbrach. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, der Schaden beträgt aber rund 20.000 Euro. Die Polizei hat mit Ermittlungen zur Ausforschung der Täter begonnen.

(APA / tan) Erstellt am
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