Chronik | Österreich
25.01.2018

Prozess in Salzburg: Jugendliche nach Raubüberfällen verurteilt

Drei der acht Angeklagten wurden freigesprochen, für die restlichen fünf gab es teils empfindliche Haftstrafen. Schuldsprüche noch nicht rechtskräftig.

Am Landesgericht Salzburg ist am Donnerstagabend der Prozess gegen acht Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren zu Ende gegangen. Die Burschen sollen im Sommer 2017 in wechselseitiger Konstellation mit einer Schreckschusspistole sieben Raubüberfälle auf Gaststätten, Trafikanten und Passanten begangenen haben. Drei Jugendliche wurde freigesprochen, die anderen müssen teils lange ins Gefängnis.

Die Freisprüche sind bereits rechtskräftig, die Schuldsprüche noch nicht: Weder die Staatsanwaltschaft noch die Verteidigung haben nach dem Urteil eine Erklärung abgegeben. Der einzige junge Erwachsene unter den Angeklagten erhielt mit sechs Jahren unbedingter Haft die höchste Strafe, drei seiner Komplizen müssen zwischen 36 und 42 Monaten ins Gefängnis. Ein weiterer Bursch erhielt zwei Jahre teilbedingte Haft, acht Monate davon mus er absitzen.

Die Angreifer hatten es bei ihren Taten vorwiegend auf Bargeld, Handys, Zigaretten und Handtaschen abgesehen. In einem Fall schlug einer der Täter einem Trafikanten mit der Pistole auf den Kopf, in einem anderen Fall wurde ein Passant zusammengeschlagen. Die Überfälle seien aus Langeweile und Spontanität heraus verübt worden, meinte der Verteidiger eines der Angeklagten zum Prozessauftakt am vergangenen Freitag. Die Burschen hätten gar nicht gewusst, was für Taten sie da begehen.