Chronik | Österreich
27.11.2017

Postlerin als Geisterfahrerin in der Rettungsgasse unterwegs

Die Post will den Vorfall aufklären. Das Unternehmen kündigte Konsequenzen an. Der Fahrerin drohen ein mindestens sechsmonatiger Führerscheinentzug.

Eine Postbedienstete ist Montagfrüh dem Stau auf der Tauernautobahn (A10) bei Pfarrwerfen kurzerhand durch die Rettungsgasse ausgewichen. Allerdings nicht in Fahrtrichtung: Die Frau reversierte auf der Fahrbahn und fuhr zurück zur nächsten Autobahnausfahrt. Ein Lkw-Fahrer hatte die Aktion gefilmt.

Empörte Nutzer teilten das Video auf der Facebook-Seite der Post. "Dieses Vorgehen ist natürlich völlig inakzeptabel und absolut unverantwortlich. Wir sind froh, dass dabei niemand zu Schaden gekommen ist. Der Vorfall wird entsprechende Konsequenzen haben", antwortete das Unternehmen. Man wolle den Vorfall aber zunächst aufklären.

Wie die Mitarbeiterin sanktioniert wird, war am Montagnachmittag noch unklar. Das Unternehmen will mit der Betroffenen zunächst weitere Gespräche führen. "Wir müssen sehen, warum das passiert ist. Von unserer Seite ist das nicht nachvollziehbar und nicht zu akzeptieren", sagte Post-Sprecher David Weichselbaum zum KURIER.

Eine Polizei-Sprecherin sagte, man habe inzwischen versucht, die Lenkerin zu erreichen. Ob es bereits eine Anzeige gebe, könne sie aber nicht sagen. Die Polizei werde dem Vorfall auf jeden Fall nachgehen und danach Anzeige bei der zuständigen Behörde erstatten. Der Fahrerin droht für die Fahrt in die falsche Richtung auf der Autobahn ein mindestens sechsmonatiger Führerscheinentzug und eine Geldstrafe zwischen 36 und 2180 Euro.