Die Erlöse mit Telekommunikationsgeräten legten hingegen - vor allem wegen Smartphones - um 12,1 Prozent auf 981 Millionen Euro zu, geht aus der Gfk-TEMAX-Marktstudie hervor.

© truth reem/reuters

Diebstahlprävention
12/19/2014

Polizei propagiert App gegen Handy-Diebstahl

Info-Kampagne mit Mobilfunkbetreibern - Technische Möglichkeiten sollen besser genützt werden

Polizei und Mobilfunkbetreiber sagen dem Smartphone-Diebstahl den kampf an. Am Freitag wurde eine Info-Kampagne präsentiert, in deren Rahmen auf die sogenannte Kill-Switch-Technologie aufmerksam gemacht wird, durch die gestohlene Smartphones für die Diebe unbrauchbar werden. Schätzungsweise 26.000 "mobile Endgeräte" wechseln pro Jahr auf illegale Weise ihren Besitzer.

"Der Diebstahl von Smartphones soll unattraktiv werden", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Geräte der neuen Generation verfügen über die Technologie, die es dem Eigentümer via Internet und Cloud ermöglicht, sein Smartphone zu orten, zu sperren und persönliche Daten zu löschen. Diebe oder Räuber haben in einem solchen Fall das Nachsehen. Sollte das Handy wieder auftauchen, lässt sich die Sperre rückgängig machen. Allerdings werde diese Technologie noch viel zu selten genutzt. Wer sich mit der Kill-Switch-Technik nicht auskennt, kann sich bei den Mobilfunkbetreibern und durch die Präventionsbeamten der Polizei informieren.

Die Präventionskampagne "Schützen Sie Ihr Handy" entstand in Zusammenarbeit von Innenministerium, der Internetoffensive und der Telekom-Unternehmen A1, T-Mobile und Drei. Die Handy-Diebstähle haben nach Angaben von Franz Lang, Generaldirektor des Bundeskriminalamts, in den vergangenen Jahren parallel zur steigenden Zahl der Geräte zugenommen. Zuletzt wurden 25.000 im Jahr gestohlen und 1000 geraubt. Die Zahl der gestohlenen Geräte beruhen auf Schätzungen, da nicht alle Delikte angezeigt werden, wie Lang erläuterte.

Notruf Button

Davon abgesehen ist die seit 2013 zur Verfügung stehende App der Polizei nun um einen Notruf-Button erweitert worden, der es dem Anrufer ermöglicht, seinen Standort über die Adresse oder die Geokoordinaten mitzuteilen. Durch eine Zoom-Funktion kann die Schrift stark vergrößert werden, was unter anderem älteren Menschen zugute kommen soll, wie Mikl-Leitner betonte. Die Polizei-App steht zum kostenlosen Download für die Betriebssysteme iOS, Android und Windows zur Verfügung.

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