Chronik | Österreich
23.06.2017

Politiker prophezeit Aus des Planetariums

Schon 2014 war "Sternenshow" pleite. Betreiber droht nach Vorwürfen mit Klage

Ist es das Ende einer Kärntner Touristenattraktion oder hat sich ein Politiker zu weit aus dem Fenster gelehnt? Klagenfurts Grüner Klubobmann Thomas Winter-Holzinger behauptet, dass das Klagenfurter Planetarium erneut vor der Insolvenz stehe.

Vor drei Jahren schlitterte das "Weltraum-Kino" bereits in die Pleite. Die "TGG GesmbH" mit den Investoren Adolf Krumpl und Raimund Stani mietete die Liegenschaft von der Astronomischen Vereinigung an, investierte 500.000 Euro in einen Sternenprojektor und eröffnete zu Ostern 2015 neu. "Nun verdichten sich Anzeichen von einer neuerlichen Pleite. Förderungen von Land und Stadt in der Höhe von 150.000 Euro wurden nie abgeholt, es fehlt der Rechnungsabschluss für 2015 und Stani ist kürzlich ausgestiegen", ortet Winter-Holzinger "drei Fakten für das Aus".

Krumpl droht ihm mit Klage "wegen geschäfts- und kreditschädigenden Verhaltens" und kann die Argumente des Volksvertreters teilweise entkräften. Förderungen habe er nicht in Anspruch genommen, weil diese für Neuinvestitionen zweckgebunden seien. "Eine solche ist der Sternenprojektor, der fehlerhaft ist. Falls ich den tauschen müsste, müsste ich Förderungen zurückbezahlen", sagt Krumpl. Der Rechnungsabschluss sei erst jetzt fertig geworden und Stani wegen dessen Pensionierung ausgestiegen. "Das stimmt", erklärt der Betroffene, "Krumpl hat meine Anteile übernommen." Krumpl ließ dem KURIER überdies eine mit 23. Juni 2017 datierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Gebietskrankenkasse zukommen.