Chronik | Österreich
07.04.2017

Pflegekräfte fordern mehr Gehalt

Rund 800 Mitarbeiter der Kärntner Landesspitäler kamen zu Betriebsversammlung.

Die große Anzahl an Mitarbeitern zeige, dass sie hinter der Forderung des Betriebsrats stünden, betont Obmann Arnold Auer: Rund 800 Pflegekräfte kamen Freitagvormittag zu den Betriebsversammlungen in den Landeskrankenhäuser, um sich für mehr Gehalt einzusetzen. Für zwei Stunden gab es in den fünf betroffenen Spitälern deshalb nur einen Notbetrieb.

Rund 3000 Pflegekräfte arbeiten bei der Kärntner Kabeg, der Betriebsgesellschaft der Krankenanstalten. Sie fordern analog zu den Ärzten vor zwei Jahren höhere Entlohnung. Für diplomiertes Pflegepersonal geht es dabei um 200 Euro brutto pro Monat mehr, für Pflegehelfer um 100 Euro brutto. Untermauert wird das unter anderem auch mit dem Argument der zusätzlichen Arbeit: So müsse das Pflegepersonal nun auch medizinische Leistungen erbringen, etwa Blut abnehmen.

Die Gehaltswünsche würden das Land 15 Millionen Euro jährlich mehr kosten, rechnet Auer vor. Doch in den Verhandlungen habe der Dienstgeber bisher nur acht Millionen Euro geboten. Weitere Protestmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen.