Chronik | Österreich
14.05.2017

Pferdeunfälle: Fünf Kinder verletzt

Die Passagiere sprangen in Panik von der Kutsche, als das Zugpferd scheute.

Eine gemütliche Kutschenfahrt durch die steirische Weinstraße sollte für zwei Erwachsene und fünf Kinder am Samstagabend den Höhe- und Schlusspunkt eines Ausfluges darstellen. Doch weil ein Pferd scheute, endete der Tag für vier Mädchen, die Eltern und die Kutscherin mit Verletzungen unterschiedliches Grades.

"Warum das Pferd plötzlich diese ungewohnte Reaktion zeigte, ist uns alle ein Rätsel und wird wohl nie aufgeklärt werden", sagt der Besitzer des Reiterhofs in Fötschach (Bezirk Leibnitz) im KURIER-Gespräch. Der Vorfall ereignete sich gleich zu Beginn der Kutschenfahrt und damit noch auf dem Gelände des Hofs.

Am Kutschbock des zweispännigen Gefährts saßen zu diesem Zeitpunkt die Kutscherin und ihre 17-jährige Tochter, dahinter die Passagiere: zwei Erwachsene und fünf Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren.

Als das Zugpferd scheute und sich aufbäumte, wurde die Lenkerin vom Kutschbock gerissen und stürzte zu Boden, während die Kutsche Fahrt aufnahm. Die Tochter ergriff die Zügel, während bis auf einen vierjährigen Buben alle weiteren Passagiere – die beiden Erwachsenen und vier Mädchen – entweder in Panik absprangen oder ebenfalls vom Gefährt abgeworfen wurden. Schließlich konnte die 17-Jährige die durchgehenden Pferde mitsamt der Kutsche in einer angrenzenden Pferdekoppel stoppen.

Nur sie und der Bub waren letztendlich wohlauf, alle anderen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Drei Mädchen mussten im LKH Graz stationär versorgt werden. "Nach ersten Diagnosen wurde aber niemand schwer oder lebensgefährlich verletzt", sagt Melanie Ilic von der Pressestelle der Landespolizeidirektion Steiermark. Bezüglich der Unfallursache würde es noch Ermittlungen geben.

Ebenfalls am Samstagabend ereignete sich unterdessen in Friedberg (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) ein weiterer Zwischenfall, an dem ein Pferd und ein Mädchen beteiligt waren: Ein Landwirt wollte sein Tier aus der Koppel holen; dieses scheute aus unbekannten Gründen auf und stieß dessen ebenfalls anwesende siebenjährige Tochter nieder.

Mädchen mit Atemnot

"Das Mädchen klagte über Atemprobleme, weshalb erst der Hausarzt kontaktiert wurde. In der Folge wurde die Kleine mit dem Rettungshubschrauber des ÖAMTC nach Graz geflogen", teilt die Polizeiinspektion Friedberg mit.