Symbolbild

© Reinhard Vogel

Öffentlicher Verkehr
10/19/2016

Pendler kritisierten bei Umfrage neuen VOR-Fahrplan

64 Prozent gaben bei einer AK-Befragung an, dass das Angebot schlechter geworden ist.

Die Neugestaltung der Vor-Fahrpläne stößt bei vielen Pendlern auf Kritik. Bei einer Online-Befragung von 2.000 Berufspendlern der Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland haben 64 Prozent angegeben, dass das Angebot seit des Wechsel für sie schlechter geworden sind. "Die Bahn darf für die Pendlerinnen und Pendler keine Notlösung sein", hieß es in einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Kritisiert wurden auch die teilweise "unerklärlichen Preissteigerungen". Die stark frequentierte Pendler-Strecke von Wiener Neustadt nach Baden kostet bei der Jahreskarte etwa um 218 Euro mehr, was einem Plus von 32 Prozent entspricht. "Derartige Teuerungen für Pendler müssen abgefangen und ausgeglichen werden. Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmer für den täglichen Weg in die Arbeit einen Großteil ihres Monatseinkommens für die Jahreskarte aufwenden müssen", sagte Markus Wieser, Präsident der AK Niederösterreich. Neben Nachbesserungen forderte Wieser einen eigenen Mobilitätspass für einkommensschwache Menschen.

Länger unterwegs

56 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sie seit dem Wechsel länger unterwegs sind als früher. Grund dafür sind zum Großteil (74,6 Prozent) die geänderten Abfahrtszeiten. Die Arbeiterkammer forderte Nachbesserungen, damit die Bahn gegenüber zum Pkw das attraktivere Verkehrsmittel werden kann. "Das geht nur, wenn Verkehrsplaner und Fahrplangestalter ein Angebot schaffen, das mehr Leute in die Bahn lockt, diesen aber auch für die oft langen Fahrten zur Arbeit genug Platz anbietet und sie nicht mit drastischen Tarifreformen vor den Kopf stößt", sagten die AK Präsidenten Rudi Kaske (Wien), Wieser (Niederösterreich) und Alfred Schreiner (Burgenland).

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