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Österreich
06/10/2014

Offiziell elf Verkehrstote am Pfingstwochenende

Autoabsturz mit vier Opfern als Alpinunfall gewertet - Bures kündigt Untersuchung der Unfälle an.

Elf Menschen sind nach Angaben des Innenministeriums am Pfingstwochenende (6. bis 9. Juni 2014) bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, fast dreimal so viele wie vor einem Jahr, als am langen Feiertags-Wochenende vier Verkehrsteilnehmer starben. 2012 wurden zu Pfingsten sechs und 2011 neun Menschen tödlich verletzt. Heuer starben sieben Motorradlenker, zwei Pkw-, ein Moped- und ein Radfahrer.

Insgesamt ereigneten sich 569 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, um 171 (plus 43 Prozent) mehr als im Vorjahr (398 Unfälle). 464 Menschen wurden dabei verletzt, um 187 oder 40 Prozent mehr als zu Pfingsten 2013 (464 Verletzte).

Zunahmen bei Temposündern und Alkolenkern

Die Anzahl der abgestraften Temposünder hat stark zugenommen: Die Polizei ahndete von Freitag bis Pfingstmontag 58.190 Geschwindigkeitsüberschreitungen, laut Innenministerium ein Anstieg um 25 Prozent. 528 Lenker wurden wegen Alkoholisierung angezeigt, in 241 Fällen ist der Führerschein vorläufig weg. Bei den Alkolenkern betrage die Zunahme neun Prozent, bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen zwei Prozent (2013: 46.591 Geschwindigkeitsdelikte, 483 Alkoholanzeigen und 237 Führerscheinabnahmen).

Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in der Steiermark mit vier, jeweils drei in Niederösterreich und Oberösterreich sowie einer in Kärnten. Sechs tödlichen Unglücke ereigneten sich auf Bundesstraßen, drei auf Landes- und zwei auf Gemeindestraßen, sieben waren Alleinunfälle.

In der gesamten Pfingstwoche verzeichnete das Innenministerium 18 Verkehrstote. Seit Jahresbeginn bis vergangenen Montag starben damit nach vorläufigen Zahlen 204 Menschen auf Österreichs Straßen. Im Vergleichszeitraum 2013 waren es 166, im Jahr davor 193 Verkehrstote. Pfingsten 2013 verzeichnete mit vier Toten die absolut niedrigste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Innenministerium, die diese seit 1967 führt. In den schlimmsten Jahren wurden 45 Tote (1979) bzw. 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende gezählt.

Nicht in der Verkehrsunfallstatistik enthalten sind vier getöteten Pkw-Insassen, Mitglieder des Alpenvereins, die am Samstag bei einem Autoabsturz am Prochenberg in den Ybbstaler Alpen (Bezirk Amstetten) in Niederösterreich ums Leben kamen. Sie waren berechtigt, die Forststraße zu benützen, für den öffentlichen Verkehr besteht jedoch ein Fahrverbot, weshalb das Unglück als Alpinunfall gewertet wird.

Bures: Unfallbilanz wird untersucht

Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) wird nach der "erschreckenden Verkehrsunfallbilanz am Pfingstwochenende" unverzüglich Expertinnen und Experten ihres Ministeriums mit einer genauen Analyse der Unfallursachen beauftragen. Das teilte die Ressortchefin am Montagabend mit.

"Wir werden angesichts dieser Unfallzahlen und des menschlichen Leids nicht zur Tagesordnung übergehen", so Bures. "Jeder einzelne Unfall wird untersucht, neue Erkenntnisse sollen so rasch wie möglich in der Verkehrssicherheitsarbeit umgesetzt werden."

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