Schlechte Chancen für weiße Weihnachten

© APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleu

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12/15/2015

Österreicher wünschen sich weiße Weihnachten

82 Prozent würden sich über Schnee am Heiligen Abend freuen. Doch die Chancen stehen heuer schlecht.

Draußen glitzert die weiße Schneedecke und die Luft ist klirrend kalt, während drinnen sanft flackernde Kerzen oder prasselndes Kaminfeuer für wohlige Temperaturen sorgen - Weihnachtsstimmung pur. Für vier von fünf Österreichern gehört zumindest der Schnee zum Weihnachtsfest dazu.

62 Prozent würden sich laut einer Umfrage heuer "sehr" und 20 Prozent "eher" über weiße Weihnachten freuen. Schnee am 24. Dezember liegt auch nach den Geschenken und dem üppig geschmückten Christbaum in der Hitliste der schönsten Kindheitserinnerungen vorne dabei, berichtete das Institut Marketagent.com in einer Aussendung.

Nicht nur nach weißen Weihnachten gefragt, sondern allgemein, worüber man sich zu Weihnachten besonders freut, landete Schnee am Heiligen Abend mit 46 Prozent an vierter Stelle. Am meisten freuen sich die 500 befragten Österreicher zwischen 14 und 69 Jahren darüber, dass die Familie zusammenkommt und auf gutes Essen (63 bzw. 62 Prozent) sowie über die festliche Stimmung (55 Prozent).

"Bei neun von zehn Österreichern ist die Weihnachtsstimmung wetterabhängig. 62 Prozent der Österreicher sind an den Feiertagen 'deutlich' und 28 Prozent 'etwas' fröhlicher, wenn es am Heiligen Abend schneit", erläuterte Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl die Umfrageergebnisse. Am stärksten werden nämlich Gemütlichkeit, Idylle, Festlichkeit und Ruhe mit dem Fallen von Schneeflocken verbunden.

Schlechte Chancen für weiße Weihnachten?

Die Chance, dass es heuer weiße Weihnachten gibt, wird im Osten des Landes äußerst pessimistisch eingeschätzt. Die Wiener rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 Prozent und die Burgenländer gar nur mit 15 Prozent. Im restlichen Österreich blickt man verschneiten Feiertagen etwas hoffnungsvoller entgegen. Die Wettervorhersage für Weihnachten lesen Sie unten.

87 Prozent der Befragten werden Weihnachten an ihrem Wohnort oder in der Nähe verbringen. Von denjenigen, die am Heiligen Abend wegfahren, ist der Wunsch nach Weihnachten im Schnee der fünftwichtigste Grund zum Verreisen über die Feiertage (15 Prozent). 62 Prozent feiern mehrere Bescherungen an verschiedenen Orten.

Ebenso knapp zwei Drittel der Österreicher feiern gerne Weihnachten und freuen sich auf das Fest, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Insgesamt neun Prozent feiern Weihnachten "eher" oder "sehr" ungern. Sechs Prozent feiern den Heiligen Abend gar nicht.

Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ist nicht gerade groß

Wie das Wetter am 24. Dezember wird, steht neun Tage vor dem Fest noch in den Sternen. Laut UBIMET sollten sich aber alle, sie sich romantisch verschneite Weihnachten wünschen, mit dem Gedanken an grüne Weihnachten anfreunden.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass am Heiligen Abend Schnee liegt, ist im Flachland mittlerweile verschwindend gering und selbst in den Alpentälern bleibt es unterhalb von 1000 m wohl durchwegs bei grünen Wiesen,“ erklärt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas.

Noch trostloser sieht die Situation im Süden aus. „Hier liegt selbst in 2000 m Seehöhe kaum Schnee und daran wird sich aus heutiger Sicht bis zu den Weihnachtsfeiertagen nichts mehr ändern“, sagt der Experte.

Am größten ist die Wahrscheinlichkeit für etwas Naturschnee an den Feiertagen jedenfalls in den Nordalpen oberhalb von 1000 bis 1500 m.

'Herbstliche' vierte Adventwoche …

Anfang der vierten Adventwoche bleiben die Temperaturen auf einem hohen Niveau und steigen zum Ende der Woche sogar noch weiter an.

„Schuld daran sind Warmfronten, die den Alpenraum am Mittwoch und Donnerstag von Westen her überqueren und so außergewöhnlich milde Luft bringen“, weiß Lukas. Das wirkt sich auch auf die Schneefallgrenze aus: Spätestens am Donnerstag schneit es in Vorarlberg und Tirol nur noch oberhalb von rund 2000 m.

In den Niederungen werden dann bereits bis zu 12 Grad erreicht. Deutlich kälter ist es naturgemäß nur in den windgeschützten Tälern und Becken in Osttirol, Kärnten, Teilen der Steiermark sowie im Lungau. Mancherorts bleibt es hier sogar den ganzen Tag über leicht frostig. „In den langen, klaren und windstillen Dezembernächten können die Täler sehr stark auskühlen. Die tiefstehende Sonne hat tagsüber dann zu wenig Kraft die Luft wieder zu erwärmen“, so der Wetterexperte.

… oder doch frühlingshaft?

Den vorläufigen Höhepunkt des bislang außergewöhnlich milden Dezembers bildet aus heutiger Sicht das vierte Adventwochenende. In einer kräftigen Südwestströmung gelangen extrem milde Luftmassen direkt aus dem Mittelmeerraum nach Österreich. Entlang der Alpennordseite sind in 1500 m sogar bis zu 12 Grad möglich.

Die bisherigen Rekorde sind damit aber nicht in Gefahr: Am Feuerkogel in Oberösterreich liegt der Dezemberrekord bei 15,8 Grad, aufgestellt am 4. Dezember 2003. Mit Höchstwerten zwischen 6 und 15 Grad wird es aber auch in den Niederungen nahezu frühlingshaft mild. „Bei Föhnunterstützung könnten vereinzelt sogar noch höhere Werte erreicht werden“, sagt Lukas. Eine Spur kühler bleibt es nur bei Nebel sowie in manchen Tälern im Süden.

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