Chronik | Österreich
23.01.2018

NÖ und Burgenland: Polizei nahm zehn Drogendealer fest

Rund 100 Abnehmer waren mit Drogen im Schwarzmarktwert von etwa 740.000 Euro versorgt worden.

Die Polizei hat einer Bande, die in den Bezirken Neusiedl am See und Bruck an der Leitha einen regen Suchtgifthandel aufgezogen hatte, das Handwerk gelegt. Zehn Personen im Alter von 17 bis 57 Jahre wurden in den vergangenen Monaten verhaftet. Rund 100 Abnehmer waren mit Drogen im Schwarzmarktwert von etwa 740.000 Euro versorgt worden, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag.

Die Drogendeals waren im Zeitraum von Anfang 2016 bis zum Sommer 2017 über die Bühne gegangen. Ermittler forschten einen 57-jährigen Niederösterreicher aus, der ein Trio im Bezirk Bruck an der Leitha mit 60 Kilogramm Cannabisblüten versorgt haben soll. Seine "Kunden" waren ein 41-jähriger Mann, seine 39-jährige Frau und deren 17-jährige Tochter.

Die Drei werden verdächtigt, 45 Kilo Cannabisblüten sowie 365 Gramm Speed an Dutzende Abnehmer, unter ihnen viele Schüler, weitergegeben zu haben. Das Speed soll ein 33-Jähriger, der laut Polizei ebenfalls zur Familie gehörte, beschafft haben.

Drogen und Waffen gefunden

Die Drogen wurden aus Tschechien nach Österreich geschmuggelt. Auch ein 27-jähriger Algerier und ein 22-jähriger Tscheche sollen an dem Suchtgifthandel beteiligt gewesen sein.

Ermittler stellten insgesamt 10,3 Kilogramm Cannabisblüten, ein Viertelkilo Cannabisharz sowie eine geringe Menge Speed sicher. Bei einer Hausdurchsuchung stießen sie auf eine Cannabis-Indoorplantage. Auch eine Glock-Pistole, zwei Gewehre samt Schrotmunition sowie Geld und mehrere Handys wurden gefunden. Die Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen.