Die Aufräumarbeiten werden noch eine Zeit dauern.

© APA/GERT EGGENBERGER

Chronik | Österreich
09/08/2016

Muren in Afritz: 256 Freiwillige helfen mit

Katastrophenzug mit Helfern aus Klagenfurt und Klagenurt-Land traf heute Donnerstag in Afritz ein. 76 Bewohner können derweil noch nicht in ihre Häuser zurück.

Nach den schweren Murenabgängen vom Sonntag ist am Donnerstag der erste Katastrophenzug der Freiwilligen Feuerwehr in Afritz (Bezirk Villach-Land) eingelangt. Wie Bezirksfeuerwehrkommandant Libert Pekoll im Gespräch mit der APA sagte, seien 26 von 40 betroffenen Gebäuden noch nicht wieder freigegeben worden - 76 Bewohner konnten noch nicht in ihre Häuser zurück.

"Insgesamt sind 55 Fahrzeuge vor Ort, 256 Helfer sind im Einsatz. Neben den Feuerwehrleuten sind das Bundesheersoldaten und Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung und des Agrarbauhofs", sagte Pekoll. Derzeit gelte es, einen Zugang zu den Häusern im Ortsteil Kraa zu schaffen und dann den Schlamm aus den Häusern zu bringen. "80 Prozent der Wege sind bereits wieder frei, wir hoffen, dass es noch heute gelingt, alle Wege und Straßen freizulegen", so der Feuerwehrkommandant.

KÄRNTEN: AUFRÄUMARBEITEN NACH MURENABGÄNGEN IN AFR

KÄRNTEN: AUFRÄUMARBEITEN NACH MURENABGÄNGEN IN AFR

KÄRNTEN: AUFRÄUMARBEITEN NACH MURENABGÄNGEN IN AFR

KÄRNTEN: AUFRÄUMARBEITEN NACH MURENABGÄNGEN IN AFR

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Unwetter, Kärnten, Aflitz…

KÄRNTEN: MURE IN AFRITZ

KÄRNTEN: MURENABGÄNGE IN AFRITZ

Freiwillige Helfer aus der Umgebung

Nicht bestätigt hätten sich Befürchtungen, dass sich der Schlamm in den Häusern schnell verfestigen würde, erklärte Pekoll: "Der Schlamm ist noch flüssig, das macht es schwierig, ihn aus den Häusern zu bringen und zu deponieren. Wir sind hier mit Pumpwägen und Schaufeln im Einsatz." Der Katastrophenzug, der am Donnerstag eingetroffen ist, besteht aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren der Bezirke Klagenfurt und Klagenfurt-Land. "Am Freitag kommen Feuerwehrleute des Zugs aus den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg, am Samstag sind die Bezirke Feldkirchen und St. Veit an der Reihe. Damit haben wir sichergestellt, dass wir immer frische Kräfte zur Verfügung haben", so Pekoll.

Was die Schäden an den Häusern angeht, so wurden diese von einem Statiker begutachtet. "Der Statiker hat alle beschädigten Häuser für die Einsatzkräfte freigegeben. Vier, fünf Häuser muss er sich dann noch einmal anschauen, wenn die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind - aber akut einsturzgefährdet ist keines der Gebäude", so Pekoll.