Chronik | Österreich
02.04.2017

Festnahme nach Leichenfund in Tirol

Ein naher Angehöriger wurde festgenommen. Gegen den Mann werde erneut wegen Mordverdachts ermittelt.

Nach dem Fund einer weiblichen Leiche am Samstag im Inn ist es im Fall einer vermissten 26-jährigen zweifachen Mutter erneut zu einer Festnahme gekommen. Ein Angehörige, der vor einigen Tagen enthaftet worden war, wurde erneut festgenommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Toten um die 26-Jährige handelt, erhöhte sich indes: Sie trug laut Staatsanwaltschaft dieselben Kleidungsstücke.

Dies sei auch der Grund für die nunmehrige erneute Festnahme gewesen, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Thomas Willam der APA und bestätigte Medienberichte. Die endgültige Klärung der Identität der Toten soll eine Obduktion bringen. Deren Ergebnis wird nach Angaben des Tiroler Landeskriminalamtes am Montag feststehen.

Spätestens dann werde auch über die Verhängung der Untersuchungshaft gegen den nahen Angehörigen entschieden, so Willam. Derzeit befindet sich der Verdächtige noch in Polizeigewahrsam. Er war am vergangenen Montag erst aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Gericht hatte den Tatverdacht bei der Haftverhandlung zwar bejaht, aber nicht mehr als dringend beurteilt.

Wie der KURIER berichtete, wurde Jennifer V. zuletzt am 2. Februar lebend gesehen. An jenem Abend verließ die junge Frau gegen 19 Uhr ihren Arbeitsplatz bei einem Pharma-Unternehmen in Schaftenau (Bezirk Kufstein). Sie wollte zu ihren beiden Söhnen (zwei und vier Jahre alt) nach Hause. In der Wohnanlage in Wörgl kam sie aber nie an. Bisher fehlt jede Spur von der verheirateten Frau mit serbischen Wurzeln.