Einsatzkräfte der Bergrettung Ramsau: Am Hohen Dachstein waren vier Bergsteiger von einem Blitz getroffen worden.

© APA/BERGRETTUNG RAMSAU

OÖ/Steiermark
06/14/2014

Nach Blitzschlag: Drei Kletterer aus Spital entlassen

Die bayrischen Alpinisten wurden beim Abstieg vom Dachstein von einem Gewitter überrascht.

Ein Blitz hat am Freitag wenige Meter unterhalb des Dachsteingipfels (Bezirk Gmunden/OÖ) in einen Klettersteig eingeschlagen und vier Bergsteiger auf diesem indirekten Weg getroffen. Ein 25-jähriger Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus Schladming (Steiermark) geflogen, zwei zur Beobachtung ins Spital gebracht, berichteten Polizei und Bergrettung.

Die drei Männer können bereits am Samstag das Spital wieder verlassen. Das kündigte der behandelnde Arzt am Vormittag an.

Gewitter überrascht Bergsteiger

Die Kletterer aus dem Raum Regensburg in Bayern waren beim Abstieg vom Gipfel in ein überraschend aufziehendes Gewitter geraten. Rund 30 Meter unterhalb der Bergspitze schlug gegen 15.00 Uhr plötzlich ein Blitz ein, der durch die Klettersteigsicherung abgeleitet wurde und über diese Leitung die vier Männer in Mitleidenschaft zog. Ein Bergsteiger wurde schwer verletzt, er klagte über Lähmungserscheinungen, so Heribert Eisl von der Bergrettung Ramsau.

Die Alpinisten schafften es aus eigener Kraft ans untere Ende des Klettersteigs. Dort wurden sie von der Bergrettung in Empfang genommen. Der Schwerverletzte wurde am Gletscher in einen Hubschrauber verladen und ins Krankenhaus nach Schladming geflogen. Die übrigen wurden mit einem Pistengerät vom Schneefeld gebracht.

Die Rettungsaktion wurde von der steirischen Seite des Dachsteins durchgeführt, da der Aufstieg von oberösterreichischem Gebiet aus wesentlich länger gedauert hätte. An dem Einsatz waren zwölf Bergretter, vier Alpinpolizisten und vier Helfer vom Roten Kreuz beteiligt. Die Arbeit der Einsatzkräfte war aufgrund des Wetters schwierig und gefährlich, wie Eisl schilderte. Wegen des herrschenden Nebels habe lange Zeit kein Hubschrauber aufsteigen können, dann habe sich kurz ein Loch aufgetan, das man für die Rettung des Schwerverletzten genutzt habe.

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