Chronik | Österreich
08.02.2018

Mutter half Sohn bei Marihuana-Anbau

Das Duo in der Steiermark erzeugte zumindest elf Kilogramm "Gras". Zwei Subdealer und 20 Abnehmer ausgeforscht.

Eine 57-jährige Mutter und ihr 36-jähriger Sohn haben über Jahre hinweg eine Marihuana-Produktion in der Steiermark betrieben. Sie sowie zwei Subdealer sind nun aufgeflogen und angezeigt worden. Gemeinsam dürfte das Duo mehr als elf Kilo selbst angebautes "Gras" erzeugt und verkauft haben. Mehr als sieben Kilo wurden bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt, so die Polizei am Donnerstag.

Der 36-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung war angeblich wegen seiner hohen Kreditschulden auf die Idee gekommen, selbst Marihuana zu kultivieren und zu verkaufen, um seine Finanzprobleme zu lösen. Er überredete seine Mutter aus Leibnitz mitzumachen. Sie willigte ein und stellte ihren Garten sowie ein Zimmer in ihrem Wohnhaus für die Zucht und Trocknung zur Verfügung. Außerdem half sie ihrem Sohn beim Anbau, der Aufzucht und der Ernte.

Mit dem " Gras" bedienten sie zwei Subdealer, die die Drogen in Graz an Laufkunden im Stadtpark sowie an persönlich bekannte Abnehmer verkauften.

Von 2014 bis Herbst 2017 haben Mutter und Sohn zumindest 11,35 Kilogramm Marihuana erzeugt. 7,35 Kilogramm wurden von der Polizei sichergestellt, 2,7 Kilogramm wurden nachweislich bereits verkauft. Die vier Verdächtigen gestanden und nannten etwa 20 Abnehmer, die ebenfalls angezeigt wurden.