Chronik | Österreich
24.03.2014

Mordfall: Staatsanwalt lehnt Fortführung ab

Jetzt muss Dreier-Richtersenat über Fortsetzung der Ermittlungen gegen Studienkollegen der Frau entscheiden.

Im Fall der 2005 in Innsbruck erstochenen Studentin Daniela Kammerer hat die Staatsanwaltschaft – wie erwartet – den Antrag auf Fortführung der Ermittlungen gegen den verdächtigen Ex-Studienkollegen Thomas B. (29) abgelehnt. Nun wandert der Antrag, der von den Eltern des Mädchens eingebracht wurde, an einen Dreier-Richtersenat, der darüber entscheidet.

Die Ermittlungen gegen den Mann, dessen DNA auf der Innenseite von Kammerers Rock entdeckt wurde, sind Ende Februar eingestellt worden. Nichtsdestotrotz arbeitet das Cold-Case-Management des Bundeskriminalamtes weiter an dem Fall. Und zwar mit einer neuen DNA-Untersuchung im gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck. 2005 haben Tatort-Spezialisten direkt auf der Haut der Leiche mehrere Dutzend Spuren abgenommen und konserviert. Über 30 dieser Spurenträger werden nun im Labor nach einer neuartigen Methode auf Hautschuppen untersucht.

Laut den Ermittlern war die Wucht der Messerstiche, mit denen die 19-Jährige getötet wurde, so groß, dass möglicherweise Hautschuppen des Täters zurückgeblieben sind. Ein Ergebnis soll in einigen Wochen vorliegen.