Spurensicherung beim Tatort auf dem Parkplatz von Schloss Mageregg in Klagenfurt.

© APA/GERT EGGENBERGER

Kärnten
11/03/2014

Mord in Auto: Verdächtiger gilt als "sehr gefährlich"

Mann durch drei Schüsse getötet. Bewaffneter Verdächtiger auf der Flucht, Fahndungsfoto veröffentlicht.

Ein Großaufgebot der Kärntner Polizei ist seit Sonntagabend einem mutmaßlichen Mörder auf der Spur. „Wir haben derzeit alle möglichen Kräfte im Einsatz – unter anderem die Cobra und auch Hubschrauber, es wird großräumig gesucht“, bestätigte Polizeisprecher Rainer Dioniso im KURIER-Gespräch.

Die Exekutive fahndet nach einem 50-jährigen Mann, der anfangs in einem silberfarbenen BMW X3 mit Feldkirchner Kennzeichen unterwegs war. Der Fluchtweg des Verdächtigen soll unter anderem auf der Südautobahn (A2) Richtung Krumpendorf verlaufen sein.

Am Montag wurde die Fahndung nach dem Mordverdächtigen intensiviert. Die Exekutive veröffentlichte ein Fahndungsfoto des Mordverdächtigen. "Er ist nach wie vor auf der Flucht", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio.

"Es ist davon auszugehen, dass der Mann bewaffnet und sehr gefährlich ist", sagte Dionisio. Möglicherweise ist der Flüchtige mittlerweile mit einem gestohlenen, weißen Pkw der Marke "Suzuki Splash" mit Klagenfurter Kennzeichen unterwegs. "Die polizeiliche Fahndung konzentriert sich auf die Bezirke Klagenfurt Land und Feldkirchen sowie das Stadtgebiet von Klagenfurt", sagte der Polizeisprecher. Gefahndet werde aber selbstverständlich im gesamten Bundesgebiet.

Die Polizei bittet um zweckdienliche Hinweise an die nächste Polizeiinspektion bzw. unter der Notrufnummer. "Auf Wunsch werden Hinweise selbstverständlich vertraulich behandelt", erklärte Dionisio.

Der genaue Tathergang ist weiterhin nicht bekannt. Gesichert war nur, dass gegen 15.20 Uhr die Leiche eines Mannes in einem BMW auf einem Parkplatz beim Schloss Mageregg in Klagenfurt gefunden wurde. „Es sind zuvor mehrere Schüsse gefallen, es gibt Passanten, die etwas beobachtet haben“, erklärte Dioniso. Ob die Tat mit einem Revolver oder einer Pistole verübt wurde, war noch nicht geklärt. Das Opfer dürfte an einem Kopfschuss gestorben sein.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mord um ein Beziehungsdrama handelt. Eine Frau, um deren Gunst sich zwei Männer bemüht haben dürften, soll unmittelbare Zeugin der Bluttat geworden sein. Wer wessen Nebenbuhler war, ist unklar. Täter und Opfer waren aber früher befreundet. Polizeisprecher Rainer Dionisio wollte dies alles nicht kommentieren. "Priorität hat derzeit die Fahndung nach dem Mann, die Umstände der Tat werden im Hintergrund natürlich auch behandelt", sagt er. Die Polizei, die am Sonntag im Bezirk Feldkirchen das Haus des 50-Jährigen gestürmt und dort Waffen gefunden hat, geht davon aus, dass der Tatverdächtige mit einer Faustfeuerwaffe auf der Flucht ist.

Mann durch drei Schüsse getötet

Der 53 Jahre alte Mann ist durch drei Schüsse getötet worden. Das ergab die von der Staatsanwalt Klagenfurt angeordnete Obduktion des Leichnams. Ob alle drei auf das Opfer abgefeuerten Schüsse für sich tödlich gewesen waren, konnte Polizeisprecher Rainer Dioniso nicht sagen: "Wir gehen aber davon aus, dass er sofort tot war."

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