Interpol fahndet weltweit nach dem wertvollen Giorgione-Gemälde

© Bundeskriminalamt

Salzburg
05/07/2014

Millionen-Gemälde seit Verkauf verschollen

Giorgiones „Madonna mit Kind und Johannes dem Täufer“ wird per Interpol gesucht.

Ein missglückter Kunsthandel, der vor drei Jahren seinen Lauf genommen hat, beschäftigt derzeit die Salzburger Polizei. Das Gemälde „Madonna mit Kind und Johannes dem Täufer“ von dem Renaissance-Maler Giorgione wird mittlerweile per Interpol-Fahndung gesucht. Die Versicherungssumme soll im zweistelligen Millionenbereich liegen.
2011 hat sein deutscher Besitzer, der damals im Salzburger Flachgau gewohnt hatte, mit einem Tschechen einen Vertrag über den Verkauf abgeschlossen und das Kunstwerk aus dem Nachlass seiner Gattin auch wie vereinbart geliefert. Der Tscheche soll ihm die Bezahlung aber bis dato schuldig geblieben sein.

Nachdem der Besitzer erfolglos die Justiz in Deutschland und Tschechien damit beschäftigt hat, hat sich jetzt das Landespolizeikommando Salzburg eingeschaltet. „Jetzt, wo die Zuständigkeit endlich geklärt ist, müssen wir in erster Linie herausfinden, wo sich das Gemälde überhaupt befindet. Nach so vielen Jahren müssen wir mittlerweile mehrere Länder in Europa in Betracht ziehen“, erklärt Polizist Christian Voggenhuber, der die internationale Fahndung eingeleitet hat.

Damit ließe sich auch verhindern, dass der aktuelle, offenbar unrechtmäßige Besitzer es weiterverkauft. „Wir gehen davon aus, dass das Gemälde echt ist und dass es sich um einen Betrug handelt. Es gibt einige Anhaltspunkte, konkret ist aber leider noch nichts“, erklärt Voggenhuber. Gefahndet werde im internationalen Netzwerk, bei Kunsthändlern, aber auch auf Flohmärkten.

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