Chronik | Österreich
31.08.2017

Land gegen billigeres Öffi-Ticket in Feinstaub-Saison

Die Kosten von zwei Millionen Euro seien höher als die Mehreinnahmen durch neue Kunden.

An 28 bis 34 Tagen wurden die Feinstaub-Grenzwerte in Graz heuer bereits überschritten, je nach Standort der Messstationen. Die EU erlaubt aber nur 35 solcher Tage pro Jahr.

Damit ist Graz erneut Spitzenreiter, denn von den ersten sechs Plätzen der österreichweiten Liste des Umweltbundesamts sind fünf von Grazer Stationen belegt. Nur auf Nummer vier gibt es einen Ausreißer, aber der ist auch steirisch: Leibnitz.

Grund für die Grünen, für Dezember, Jänner und Februar billigere öffentliche Verkehrsmittel zu urgieren. Um 150 Euro soll es ein einheitliches Drei-Monats-Ticket geben. So sollen mehr Menschen auf den Pkw verzichten.

Verkehrslandesrat Anton Lang, SPÖ, winkt jedoch ab. "Es ist mit Einnahmenverlusten zu rechnen, die den Verkehrsunternehmen durch die Gebietskörperschaften auszugleichen sind." Er kalkuliert mit zwei Millionen Euro, die sich die öffentlichen Hand aber nicht leisten will. "Die Mehreinnahmen werden die Einnahmenverluste bei Weitem nicht ausgleichen", bedauert Lang und rechnet vor, das 2000 neue Kunden bloß 300.000 Euro an Einnahmen bedeuteten.

Die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl ärgert sich: "Wenn es um Gesundheit und Klimaschutz geht, sind zwei Millionen Euro gerechtfertigt."