Chronik | Österreich
07.02.2018

Küchenbrand in Asylunterkunft: Zwei Kinder im Spital

Symbolfoto. © Bild: KURIER/Franz Gruber

Die zwei Kinder wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert.

Im Nebengebäude einer Flüchtlingsunterkunft in Bludesch (Bezirk Bludenz) ist am Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Eine Mutter und ihre beiden Kinder flüchteten sich auf einen Balkon und wurden von der Feuerwehr gerettet. Die zwei Kinder wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert, teilte die Polizei mit.

In dem Nebengebäude der Asylunterkunft sind drei Familien untergebracht, zum Zeitpunkt des Brandes gegen 17.00 Uhr waren insgesamt 16 Personen im Haus. Das Feuer entstand vermutlich aufgrund eines technischen Defektes einer Herdplatte im ersten Stock des Gebäudes, die eine Frau gerade zum Kochen verwendete. Laut ihren Aussagen hörte sie Geräusche aus Richtung der Herdplatte und bemerkte, dass Flammen aus dem hinteren Bereich der Herdplatten hervortraten. Der Rauch breitete sich rasch im gesamten Gebäude aus.

Von Balkon gerettet

Die Frau rettete sich und ihre zwei Kinder durchs Stiegenhaus ins Freie. Von dort alarmierte sie durch Rufe die Familie im Erdgeschoß, die ebenfalls ins Freie lief. Einer Frau und zwei Kindern im zweiten Obergeschoß gelang die Flucht über das Stiegenhaus wegen der starken Rauchentwicklung nicht mehr. Sie flüchteten auf den Balkon und wurden von dort mithilfe einer Schiebeleiter von der Feuerwehr gerettet.

Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren Bludesch, Schlins und Bludenz wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude verhindert. Die Küche in der ersten Etage wurde durch den Brand stark beschädigt.