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Steiermark
07/02/2013

Krankentransporte: Voves will Leute "nicht im Stich lassen"

Landeshauptmann in Fragestunde mit Kritik von KPÖ, Grünen und BZÖ konfrontiert.

Der vertragslose Zustand zwischen GKK und Rotem Kreuz in der Steiermark hat am Dienstag auch den Landtag beschäftigt. Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) verwies in einer Fragestunde darauf, dass das Land nicht zuständig sei und mehrfache Appelle nichts gefruchtet hätten. "Aber es wird uns was einfallen müssen, weil wir die Leute nicht im Stich lassen können", meinte der Landeshauptmann speziell in Bezug auf auf sozial schwache und chronisch kranke Patienten.

Voves wies zunächst die "absurde Behauptung der GKK" zurück, das Land habe eine Kostentragungspflicht. Man trage zwar die Verantwortung für das Rettungswesen, für welches es auch den Rettungseuro gebe. Für Krankentransporte, die den Großteil der Fahrten ausmachten, sei man nicht zuständig. "Wir haben alles versucht, und wir werden auch weiter intensiv auf Rotes Kreuz und GKK zugehen müssen, denn ich nehme an, das es sich nicht nur um ein paar Tage handelt". Das Problem liege in der "fürchterlich polarisierenden Haltung" der beiden Vertragspartner.

Die Frage an den Landeshauptmann war von KPÖ-Abg. Werner Murgg gestellt worden, der auf einen einstimmigen Landtagsauftrag an die Regierung verwies, sich um eine Lösung zu bemühen, und von "berechtigtem Unmut in der Bevölkerung" sprach. Die Grünen kritisierten, dass Voves' Aussagen nicht aus der Sackgasse führten. "Eine derartige Haltung ist eines Landeshauptmannes unwürdig und vor allem unverantwortlich", hieß es in einer Aussendung von BZÖ-Abg. Wolfgang Spadiut. Der Nationalratsabgeordnete forderte, das Land müsse zumindest vorübergehend einspringen. Er erwarte sich nun deutliche Worte von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

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