Chronik | Österreich
24.09.2017

Konzerthalle nach Bombendrohung geräumt

Bei Polizei gingen zwei anonyme Anrufe ein, 6300 Menschen in Sicherheit gebracht. Kein Sprengstoff entdeckt.

"In 30 Minuten geht in der Messe beim Konzert eine Bombe hoch." Mit diesen Worten meldete sich am Samstagabend um 23 Uhr sowie ein zweites Mal um 23.05 Uhr ein anonymer Anrufer bei der Polizei Wels. 6300 Personen, die sich auf dem Messegelände aufhielten, wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Sprengstoff fand die Exekutive keinen.

Das Konzert hätte für Wels die Party des Jahres werden sollen. Die Messestadt hatte sich in einem Online-Voting von Ö3 gegen Dornbirn, Kapfenberg, Kufstein, Tulln, Oberwart, Villach sowie Zell am See durchgesetzt und das Mega-Event nach Wels geholt. Doch nach der Bombendrohung musste die Veranstaltung um 23.15 Uhr kurz nach dem Auftritt des deutschen Sängers Mark Forster beendet werden.

"Aufgrund der Drohanrufe wurde unverzüglich ein Krisenstab gebildet und die Evakuierung angeordnet", sagt Klaus Hübner vom Stadtpolizeikommando Wels. Betroffen waren 5800 Konzertbesucher, die sich in der Halle 20 aufgehalten hatten sowie 500 Gäste einer Hochzeitsgesellschaft in der nahen Rotaxhalle. Die Menschen wurden auf einen gesicherten Parkplatz vor der Halle 21 gebracht. Um eine Massenpanik zu vermeiden, war die Maßnahme den Betroffenen gegenüber mit Problemen im Lüftungssystem begründet worden. Erst nach der Evakuierung wurden sie via Lautsprecher über den wahren Grund der Räumung informiert. Die Hallen wurden mit Hilfe eines Sprengstoffspürhundes durchsucht, es konnten jedoch keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden. Um 2 Uhr Früh erfolgte die Freihabe des Geländes, das Konzert wurde aber nicht mehr fortgesetzt.

Indes ermittelt das Landeskriminalamt auf Hochtouren, um den Anrufer auszuforschen. Aus kriminaltaktischen Gründen gibt die Polizei jedoch keinen aktuellen Ermittlungsstand bekannt.