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Salzburg
02/09/2016

Körperverletzung: Jugendliche Flüchtlinge müssen vor Gericht

Die Burschen zwischen 14 und 16 Jahren sollen u.a. Mädchen geschlagen und gestoßen haben.

Die Schule mussten die Burschen schon Mitte Jänner verlassen. Nun steht fest, dass auf sie auch ein Prozess zukommt: Die Staatsanwaltschaft Salzburg wirft drei jungen Asylwerbern aus Syrien und Afghanistan Körperverletzung und gefährliche Drohung vor, der Strafantrag ist fertig. Sie sollen Mitschülerinnen im November und Dezember bedroht haben, eine 15-Jährige soll verletzt worden sein.

Die Vorwürfe rund um die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in einer Neuen Mittelschule in der Stadt Salzburg wurden im Jänner bekannt. Zunächst wurde noch gegen vier Verdächtige ermittelt: zwei Afghanen, 14 und 15 Jahre, sowie zwei Syrer, 15 und 16 Jahre. Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, drei Mädchen über Wochen sexuell belästigt zu haben. Doch von diesem Verdacht ist nichts übrig geblieben, die Staatsanwaltschaft stellte dieses Verfahren zur Gänze ein.

"Kopfabschneiden"

Bei drei Burschen soll es aber wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung und der Körperverletzung zu einem Gerichtsverfahren kommen. So soll der 16-jährige Flüchtling aus Syrien zwei Mädchen gegenüber "Kopfabschneiden simuliert" haben, wie es heißt: Er sei mit dem Daumen mehrmals über seinen Hals gefahren. Der 15-jährige Afghane soll den Kopf einer Schülerin gegen einen Tisch geschlagen, der 14-jährige Landsmann ein Mädchen gegen einen Kasten gestoßen haben.

Drei der Jugendlichen werden mittlerweile in anderen Schulen unterrichtet, der Älteste ist nicht mehr schulpflichtig. Der Vorfall an der Schule rief im Jänner auch die Salzburger Landespolitik auf den Plan: Jugendliche Flüchtlingen sollten in ihren Quartieren künftig "über den angemessenen Umgang mit Mädchen und Frauen" aufgeklärt werden.

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