In Großbritannien warnt eine Organisation davor, dass der Besuch von Porno-Websites problematisch sein könnte.

© Reporters / picturedesk.com

Kanada
11/15/2013

Kinderpornoring gesprengt: 63 Beschuldigte in Österreich

Die Bande machte vor allem in Osteuropa Fotos und Filme - insgesamt wurden 341 Personen verhaftet.

Die Polizei im kanadischen Toronto hat nach eigenen Angaben einen internationalen Kinderpornoring gesprengt und dabei Hunderte Kinder gerettet. Die Kriminellen hätten vor allem in Osteuropa Fotos und Filme gemacht und dann in Kanada, den USA, Australien und vielen anderen Ländern verkauft.

Kopf der Bande soll ein 41 Jahre alter Mann aus Toronto gewesen sein. "Im Ergebnis der internationalen Ermittlungen wurden 341 Menschen festgenommen und 386 Kinder gerettet", hieß es von der Polizei in Toronto am Donnerstag. Auch Österreicher sollen darunter sein - 63 Beschuldigte kämen aus Österreich, hieß es.

Die Männer im Alter von 22 bis 67 Jahren wurden auf freiem Fuß angezeigt, sagte Mario Hejl, Pressesprecher des Bundeskriminalamtes. Insgesamt sind in Österreich 2.300 Datenträger, Festplatten und DVDs mit kinderpornografischem Material bei den Beschuldigten sichergestellt worden. Dabei handelte es sich um 300.000 kinderpornografische Dateien, die von den Beschuldigten gegen Geld downgeloadet wurden.

Weltweite Ermittlungen

Wie das kanadische Nachrichtenportal CBC.ca berichtet, haben sich die Ermittlungen mit dem internen Codenamen "Project Spade" (Spaten) über sechs Kontinente erstreckt (siehe Grafik). 348 Terrabyte an Daten mit Hunderttausenden kinderpornografischen Bildern wurden sichergestellt. Unter den Festgenommen befinden sich laut dem Bericht auch Lehrer, Ärzte und Schauspieler.

Die Ermittlungen haben sich vor allem auf den 41-jährigen Verdächtigen aus Toronto konzentriert. Der Mann soll seit 2005 eine Firma betrieben haben, die Kinderpornos offenbar auf der ganze Welt drehen ließ und danach verkaufte. Laut dem Toronto Star drohen ihm nun zwei Dutzend Anklagen.

Einschlägig bekannt

Die kanadischen Behörden übermittelten im Zuge der "Operation Spade" den Ermittlern in Österreich die IP-Adressen jener Computer, die kinderpornografisches Material runtergeladen hatten. Weltweit fanden am Donnerstag zeitgleich Hausdurchsuchungen statt - in Kanada um 9.30 Uhr (Ortszeit), in Österreich um 15.30 Uhr.

In Österreich übernahmen Beamte des Bundeskriminalamtes (BK) sowie der Landeskriminalämter die Hausdurchsuchungen. Dabei wurde das umfangreiche kinderpornografische Material sichergestellt, das nun ausgewertet werden muss. Die Erhebungen sind laut BK-Sprecher Hejl noch im Gange. Von den 63 österreichischen Beschuldigten waren schon mehrere Männer den Behörden einschlägig bekannt.

Die Ermittlungen hätten im Oktober 2010 begonnen. Beteiligt waren Polizeieinheiten vor allem aus den USA, aber auch aus Australien, Mexiko, Spanien, Südafrika, Hongkong, Irland, Norwegen, Griechenland oder Gibraltar. Fahndern in mehr als 50 Ländern seien die Ermittlungsergebnisse der "Operation Spade" zur Verfügung gestellt worden.

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