Chronik | Österreich
11.01.2018

Keine Geldgeschäfte bei BAWAG möglich

Batterieschaden im Rechenzentrum der Telekom als Ursache. Betroffen waren auch easybank und Sparda-Bank.

"Außer Betrieb“: Mit dieser Meldung waren Kunden der BAWAG/P.S.K. rund um Donnerstagmittag konfrontiert. „Eigentlich wollte ich in meiner Mittagspause schnell Geld holen, um den Handwerker bei mir zuhause zu bezahlen,“ erzählt Nikolaus Huber vor einer Filiale in Wien-Döbling. Der Bankomat spuckte allerdings keine Scheine aus. „Es lebe das Bargeld“, resümiert Huber.

Lahmgelegt

Rund drei Stunden fielen sowohl die Homepages der Banken, als auch die e-Banking-App aus. Betroffen waren auch eMails. „Alle Daten sind sicher“, versicherte BAWAG-Sprecherin Georgia Schütz. Weder Geldbehebungen noch Zahlungen mit der Bankomatkarte waren möglich – etwa bei Supermarktkassen oder in Parkgaragen. Betroffen waren auch die BAWAG-Tochter easybank und die Sparda-Bank.

BAWAG-Kundin Magdalena Stonawska nahm die Störung gelassen: „So etwas kann vorkommen.“ Sie war zur Bank gekommen, um Erlagscheine einzuzahlen. Sorgen, die Zahlungsfrist zu verletzen, mache sie sich nicht. Stonawska: „Das muss sich ausgehen.“

Grund für den Totalausfall war keine Hacker-Attacke, sondern ein technischer Defekt beim Provider A1. Durch einen Batterieschaden an der Stromversorgungsanlage eines Teilbereiches des Rechenzentrums im Arsenal in Wien ist es laut Betreiber zu einer kurzfristigen Unterbrechung einiger IT-Systeme, aber nicht zu einem Netzausfall gekommen. Die austretende Batteriesäure führte zu einer Rauchentwicklung und dadurch zu einem Feuerwehreinsatz.

Probleme auch in Trafiken

Entwarnung gab es dann nach 14 Uhr. „Alle System funktionieren störungsfrei“, teilte die BAWAG mit. Geduld brauchte auch Trafikantin Susanne Mategka in Wien-Heiligenstadt mit ihrem Glücksspiel-Computer. „Einmal geht es, einmal nicht“, beschreibt sie. Bisher habe aber erst ein Kunde verärgert reagiert. „Der hat mich böse angefahren, weil ich sein Rubbellos nicht einlösen konnte“, sagt die Trafikantin.