Chronik | Österreich
26.07.2017

Untersuchung zu illegalen Pickerlüberprüfungen beim Bundesheer

Die Überprüfungen sollen im Heereslogistikzentrum Klagenfurt auch an Privatfahrzeugen von Heeresangehörigen gemacht worden sein.

Im Heereslogistikzentrum Klagenfurt laufen Untersuchungen über illegale Aktivitäten in den Werkstätten. Pickerlüberprüfungen sollen nicht wie vorgesehen nur für Heeresfahrzeuge, sondern auch für die Privatautos von Heeresangehörigen gemacht worden sein. Der Kommandant und ein Mitarbeiter wurden des Dienstes enthoben. Sprecher Michael Bauer bestätigte der APA einen Bericht der Kronen Zeitung.

"Wir haben Anfang Juni Verfehlungen und Missstände festgestellt", sagte Bauer. Daraufhin habe es interne Untersuchungen, auch durch die Militärpolizei gegeben. "Es besteht der Verdacht des Amtsmissbrauchs." Man habe die Staatsanwaltschaft verständigt und beim Land Kärnten, das die Lizenzen für die Überprüfungen ausstellt, um Amtshilfe ersucht.

Wie viele unerlaubte Überprüfungen gemacht wurden oder wie viele Verdächtige es gibt, war zunächst unklar. Auch ob die Leistungen gegen Bezahlung erbracht wurden, konnte Bauer noch nicht sagen. "Das Ausmaß ist noch nicht klar."