14.07.2013: Segelflieger-Absturz auf der Gerlitze, Bezirk Feldkirchen; Pilot, 40, schwer verletzt, konnte über Handy noch selbst Hilfe holen

© Polizei

Kärnten
07/15/2013

Insekten als Auslöser für tödlichen Absturz

Eine Verkettung unglücklicher Gegebenheiten führte zum Tod eines Piloten auf dem Dobratsch.

Zwei Unfälle in drei Tagen ist ungewöhnlich“, räumte Christian Gunhold, Obmann des Kärntner Segelfliegerverbandes, gegenüber dem KURIER ein. „Die Technik ist zwar auch ein Faktor, aber zu 95 Prozent ist es eine Verkettung mehrerer unglücklicher Gegebenheiten. Da passiert nicht nur ein Fehler.“

Wie berichtet, stürzte ein Pilot aus Amstetten, NÖ, vergangenen Freitag auf dem Dobratsch bei Villach in ein unwegsames Waldstück. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Sonntagabend schlug ein 40-jähriger Klagenfurter mit dem Segelflieger in einem bewaldeten Gebiet auf der Gerlitzen beim Ossiacher See auf. Er überlebte schwer verletzt. Die Flugunfallkommission hat ihre Erhebungen am Montag zwar abgeschlossen, konnte jedoch noch keine eindeutige Unfallursache feststellen.

Beim tödlich verunglückten Niederösterreicher ist bereits klar: „Es liegt kein technisches Gebrechen vor“, erläutert Staatsanwältin Gabriele Lutschounig. Auch auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Piloten gebe es noch keine Hinweise, aber: „Möglicherweise haben Bremsen den Unfall ausgelöst.“ Die Insekten könnten ihn abgelenkt haben. Karl Tortschanoff, Flugschulleiter in Nötsch/Gailtal, bestätigt: „Meist werden Insekten beim Wegfliegen im Cockpit mitgenommen. Außerdem können sie durch eine Belüftungseinrichtung oder das Fenster, das zur Kühlung offen gelassen wird, herein.“

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