Im Ausland lauern zahlreiche Maut-Fallen

Die neue Vignette ist in Türkis gehalten © Bild: ASFINAG

Der Preis für das Jahres-Pickerl ist auf 86,40 Euro gestiegen/Bußgelder bis zu 3000 Euro.

Türkis wird das neuen Vignettenjahr in Österreich. Das Pickerl für 2017 ist seit 1. Dezember und bis 31. Jänner 2018 auf Autobahnen und Schnellstraßen gültig, die mandarin-orange Vorgänger-Version kann noch zwei Monate lang genutzt werden. Der Preis für die Ganzjahres-Vignette ist um den Verbraucherpreisindex von 0,8 Prozent auf 86,40 Euro für Pkw gestiegen, Motorradfahrer zahlen 34,40 Euro.

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"Vergessen" sollte man auf das Pickerl nicht, denn im europäischen Vergleich sind die Bußgelder in Österreich am höchsten: die Ersatzmaut beträgt 120 Euro, bei Anzeigen kann die Fahrt ohne Vignette bis zu 3000 Euro kosten.

Vorsicht ist auch bei den Nachbarn geboten: Besonders findig sind offenbar die Kontrollore in Slowenien. "Diese stoppen die Lenker mit Vorliebe an Stellen, die nur schwer als Autobahnen zu identifizieren sind", sagt Thomas Jank vom ARBÖ. Auch bei den Strafen – von 300 bis 800 Euro – sind die slowenischen Organe flexibel. Zudem gibt es stets Unsicherheiten, ob das "2A"- oder das "2B"-Pickerl erworben werden soll. Ersteres betrifft Fahrzeuge mit einer Höhe bis 1,30 Metern, die doppelt so teure "B"-Version ist für höhere Fahrzeuge vorgesehen.

Eine Fahrt durch Ungarn kann ebenfalls teuer kommen, obwohl man sich an die Regeln hält. Beim Erwerb der elektronischen Vignette wird vom Verkäufer das Kennzeichen aufgenommen – leider oft fehlerhaft. "Der Käufer bestätigt mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der Daten, viele kontrollieren unzureichend", warnt Kristina Tauer vom ÖAMTC. Stimmt die eingetragene Nummer bei einer Kontrolle nicht mit dem Kennzeichen überein, wird eine Strafe fällig.

Auch Slowakei-Urlauber tappen oft in die selbe Falle. Viele wissen nicht, dass für einen Anhänger eine separate E-Vignette (kostet je nach Gültigkeitsdauer 10, 14 oder 50 Euro) benötigt wird. Hier kann die Unwissenheit bis zu 365 Euro kosten. Um Querelen zu vermeiden, rät der ÖAMTC, Pickerl-Belege zwei Jahre aufzuheben.

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( kurier.at ) Erstellt am 02.12.2016