Chronik | Österreich
23.04.2017

Saalbach: Hüttengaudi endet in Flammenmeer

Ein Partygast bemerkte den Brand zufällig, als er zum Luftschnappen vor die Hütte ging. Zehn Personen gerettet.

Diese Hüttengaudi hätte für zehn Partygäste tödlich enden können: Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass beim Brand einer Almhütte in Saalbach niemand zu Schaden gekommen ist.

In dem Skigebiet im Pinzgau hatten sich am Samstagabend zehn Personen in der Ederalm zu einer Hüttenparty eingefunden. Sie alle befanden sich im Inneren des 200 Jahre alten Holzbaus, als aus bisher unbekannter Ursache gegen 19 Uhr ein Feuer ausbrach. "Ein Mann ging vor die Hütte, um frische Luft zu schnappen. Da sah er, dass Flammen aus dem Kamin schlugen. Rasch brannte das ganze Haus. Die Gäste hatten Riesenglück und konnten sich noch ins Freie retten", sagt Saalbachs Feuerwehrkommandant Michael Eberharter.

Vier Feuerwehren mit 80 Mann rückten an. "Aber es stand kaum Löschwasser zur Verfügung, nur jenes aus den Tankfahrzeugen. Die Beschneiungsanlage der Bergbahnen wurde schließlich hochgefahren, aber die Hütte war nicht mehr zu retten", erklärt Eberharter.

Im Spänesilo eines Sägewerks in Neukirchen an der Vöckla (Bezirk Vöcklabruck) in OÖ ist zeitgleich ebenfalls ein Feuer ausgebrochen. Der verständigte Sägewerksbesitzer aktivierte die Sprinkleranlage für den Spänesilo, was gegen die Flammen aber nur wenig half. Den Feuerwehren gelang es, ein Übergreifen auf die angebaute Hobelhalle zu verhindern.

Der Brand eines Sägewerks konnte auch in St. Margarethen bei Knittelfeld in der Steiermark im letzten Augenblick unterbunden werden. Aus noch ungeklärter Ursache war ein Feuer in einem Gewächshaus ausgebrochen, das direkt an das Werk angrenzt. Die Besitzer selbst hatten das Feuer bis zum Eintreffen der Helfer mit Feuerlöschern unter Kontrolle gehalten. So konnte der Brand rasch gelöscht werden.

Dachstuhl brannte

Glimpflich endete der Brand eines Dachstuhls, der Sonntagvormittag in einem Mehrparteienwohnhaus in Bärnbach (Bezirk Voitsberg) ausgebrochen war. Binnen zwei Stunden konnten 45 Mann der umliegenden Feuerwehren das Feuer löschen. In den drei Wohnungen hatten sich keine Menschen aufgehalten. Der Sachschaden kann – wie in den anderen Fällen auch – noch nicht beziffert werden.